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Integrationsprojekt hat eine lange Warteliste

Neustadt Integrationsprojekt hat eine lange Warteliste

Das schulische Intregrationsprojekt für Flüchtlinge Sprint hat riesigen Zulauf - es stehen bereits 40 Personen auf der Warteliste, die einen Platz in einer Klasse in den Berufsbildenden Schulen besuchen möchten.

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Projektleiterin Nicole Albrecht, Henning Kautz von Continental Reifen, Schüler Hasan Akram Abed Al Ziyad, Schulleiter Bernhard Marsch, Schülerin Jaklin Ibrahim, Dagmar Brusermann, Leiterin Diakonische Altenhilfe Leine-Mittelweser und Klassenlehrer Murat Erdogan.x

Quelle: BBS

Neustadt. "Wenn wir mehr Lehrkräfte bekommen, machen wir mehr Klassen auf", sagt Projektleiterin Nicole Albrecht von den Berufsbildenden Schulen (BBS). Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 17 je Klasse begrenzt - daher der Engpass.

Die Schule hat gerade die fünfte Klasse auf den Weg gebracht, in der junge Flüchtlinge zwischen 16 und 21 Jahren die deutsche Sprache lernen und sich ein Jahr lang beruflich fortbilden. "Der Schwerpunkt liegt beim Spracherwerb ", sagt Albrecht. Das spiegelt auch der Name des Programms Sprint wider, das sich aus den Worten Spracherwerb und Integration zusammensetzt. Außerdem soll im Unterricht auch ein Gefühl für die deutsche Kultur vermittelt werden.

Die fünfte BBS-Klasse hat gerade mit dem Unterricht begonnen und kooperiert mit der Continental Reifen GmbH und der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser. Neun der Jugendlichen besuchen einmal wöchentlich die Ausbildungswerkstatt in der "Conti Stöcken", die restlichen acht gehen zur Diakonie. Trotzdem ist für alle eine Ausbildung im jeweiligen Betrieb das Ziel, denn zum Beispiel hatte Conti sich mit einem Einstellungstest die neun Besten Bewerber aussuchen können. Nach dem bisher einjährigen Projekt sind Anschlussmodule geplant. Weitere Kooperationen mit dem Neustädter Malereibetrieb Temps und Volkswagen bestehen bereits bei anderen Klassen. Am Ende bekommen die Schüler ein Zertifikat, in dem neben den 1000 Teilnahmestunden, Lernhinhalte und eine Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens niedergelegt sind.

Die Sprint-Klassen sind begehrt - bis jetzt sind 85 junge Männer und Frauen hauptsächlich aus Syrien, Irak und Afghanistan dabei. Abbrecher gibt es auch: Laut Albrecht die häufigsten Gründe die Anerkennung der Zeugnisse aus dem Heimatland, sodass der Weg für ein Studium frei ist, oder Familienzusammenführungen. Es gibt auch einige, die das Programm verlassen, weil sie schwänzen. Dabei handele es sich um wenige Einzelfälle, lässt die Schulleitung verlauten, die Teilnehmerzahlen seien in allen Klassen stabil.

Am 1. Oktober beginnt die nächste Klasse, da mittels einer Stellenanzeige mehr Lehrer gefunden worden sind, trotzdem nimmt die Schule aufgrund der vielen Anwärter auf die Sprint-Klassen noch Bewerbungen entgegen. Derzeit stehen 40 potenzielle Schüler auf der Warteliste.

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