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Stadt drückt bei Ehrungen auf die Kostenbremse

Neustadt Stadt drückt bei Ehrungen auf die Kostenbremse

Die Stadt räumt bei ihren Ehrungsmöglichkeiten auf. Vor allem die einst so beliebten Schmuckteller sollen künftig seltener überreicht werden. Auch die Geschenke bei runden Geburtstagen sowie Jubiläen von Vereinen und Institutionen könnten demnächst kleiner ausfallen.

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Kerstin Schendel präsentiert  den "Kleinen Schmuckteller" der Stadt Neustadt mit Motiven aus dem Stadtbild.

Quelle: Kathrin Götze (Archiv)

Neustadt. Wie zeitgemäß sind sie, die Zinnteller mit den Stadtansichten in kleiner und großer Ausführung? Nach Ansicht der Stadtverwaltung ist die Wertschätzung der Wappenteller gesunken. Ihre Herstellung dagegen werde aufgrund steigender Materialkosten immer kostspieliger. Nachdem immer mehr Leute gesegnetes Alter erreichen und auch die Vereinsjubiläen sich in jüngster Zeit häufen, bestehe Handlungsbedarf, meint die Verwaltung.

Nun will die Stadt darauf reagieren, das Statut anpassen, das die Vergabe städtischer Auszeichnungen und Repräsentationsgeschenke regelt, und damit zugleich einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten. So sieht die neue Fassung vor, bei Goldenen und Diamantenen Hochzeiten auf die Vergabe der Wappenteller zu verzichten. Auch bei Jubiläen von Vereinen und Institutionen entfallen die Teller.

Auch Privatleute werden nicht mehr so kostspielig bedacht: Neustädtern, die ihren 90., 95., 100 oder gar höheren Geburtstag feiern, überbringen Ortbürgermeister oder Bürgermeister ihre Glückwünsche und überreichen ein Geschenk im Wert von 15 Euro - meist ist das ein Blumenstrauß. Bisher standen dafür 25 Euro zur Verfügung. Feiern Gruppen und Vereine ihr 100-jähriges Bestehen, überreicht die Stadt künftig 100 Euro und jenen, die älter werden, 200 Euro. Zuvor lagen die Beträge bei 100 Euro bis 75 Jahre, 250 Euro bis 150 Jahre und bei älteren Gruppen sogar bei 500 Euro.

Geschäftsjubiläen will die Stadt künftig deutlich zeitiger würdigen - in der Firmenwelt ist jahrzehntelange Stabilität seltener geworden. Bereits nach 50 Jahren statt bisher nach 100-jährigem Bestehen, überreicht ein Vertreter der Stadt einen kleinen Schmuckteller. Hat ein Geschäft seit 100 Jahren in der Stadt Bestand, gibt es den großen Schmuckteller. Des Weiteren gibt es in der neuen Fassung einen Gutschein oder ein Geschenk im Wert von 25 Euro.

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