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Am Straßenlicht lässt es sich sparen

Neustadt Am Straßenlicht lässt es sich sparen

Mit einer Umstellung von 1200 Straßenleuchten auf moderne und sparsame LED-Technik will die Stadt ihren Energieverbrauch weiter senken. Es wird der (fast) letzte Schritt einer großen Umrüstung, mit der die städtischen Wirtschaftsbetriebe seit bald 20 Jahren beschäftigt sind

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Leuchten im Griff: Beleuchtungsfachmann Hendrik Böhm von den Stadtnetzen prüft eine der neuen LED-Leuchten.

Quelle: Kathrin Götze

Neustädter Land. An die 5000 der insgesamt rund 6700 Leuchten über den öffentlichen Straßen im gesamten Stadtgebiet haben die Stadtnetze, vorher Stadtwerke, in den vergangenen 20 Jahren umgerüstet. "Zuerst waren fast überall die alten Quecksilberdampflampen", erinnert sich Helmut Eisbrenner, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsbetriebe, "die waren nahezu unkaputtbar, gingen auch nicht aus, sondern wurden nur mit der Zeit dunkler."

Doch der Energieverbrauch war zu hoch: 80 bis 125 Watt Leistung hatte eine solche Leuchte, vergleichbar vielleicht den damaligen Glühlampen die viele noch aus dem Haushalt kennen. Und auch die Quecksilbertechnik war nicht mehr gewünscht, wie der Rat vor gut acht Jahren beschloss. Statt weiter des Nachts einige Stunden komplett auf Straßenbeleuchtung zu verzichten, wollte man lieber technisch umrüsten.

"Schon damals drängten uns manche, gleich auf LED-Leuchten  umzurüsten", sagt Michael Kunz, technischer Betriebsleiter der Stadtnetze. Doch die Technik sei noch nicht ausgereift gewesen, die Geräte sehr teuer. So baute man als Zwischenschritt Natriumdampfkleuchten ein, die weniger Schadstoffe enthalten und weniger Strom brauchen als die Quecksilberexemplare.

Nun sei die Technik aber ausgereift: Die letzten 1200 quecksilberhaltigen Leuchten sollen bald gegen LED ausgetauscht werden, sagt Eisbrenner. Die Stadt hofft auf Fördergeld aus einem Bundestopf, Energiesparen ist inzwischen Staatsziel. Eine erste Etappe ist schon mal geschafft: Mit den bisher ausgetauschten Leuchten liegt der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung nun bei 2,1 Millionen Kilowattstunden im Jahr.

Das ist nur noch wenig mehr als zu Zeiten der Nachtabschaltung, fast ein Drittel weniger als direkt danach. Auch die Kosten für die stadt gingen entsprechend zurück, von einst 600.000 auf nun rund 460.000 Euro. Die weitere Umstellung soll bis zu 100.000 Euro weitere Ersparnis bringen.

Von Kathrin Götze

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