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Stadtnetze bereiten Erdgas-Umstellung vor

Neustadt Stadtnetze bereiten Erdgas-Umstellung vor

Eine logistische Mammutaufgabe liegt vor den Stadtnetzen Neustadt: Um die bundesweit vorgeschriebene Umstellung auf höherwertiges Erdgas umzusetzen, müssen sie bis Herbst 2017 die Endgeräte in allen 14 000 Haushalten überprüfen und umrüsten.

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Gabriele Steinert zeigt Ventil und Drosselscheibe, wie sie für die Umstellung mancher Geräte gebraucht werden.

Quelle: Kathrin Götze

Neustädter Land. Durch Neustadts Leitungen soll bald Erdgas von höherer Qualität fließen, so ist es bundesweit vorgeschrieben. Dafür müssen aber auch die Endgeräte umgestellt werden.  Manchmal geht es nur um ein Ventil mit schmalerem Durchlass oder eine Drosselscheibe, manchmal auch nur um eine Änderung der elektronischen Einstellung.

Dennoch werden Mitarbeiter der Stadtnetze, (der für den Netzbetrieb zuständigen Schwestergesellschaft der Stadtwerke), und beauftragter Unternehmen in den nächsten eineinhalb Jahren alle Haushalte in Neustadt zweimal aufsuchen. Denn sie müssen die Endgeräte, Heizthermen und Herde, daraufhin überprüfen, ob und wie sie sich umstellen lassen.

Betroffen sind die Bewohner aller Neustädter Ortsteile mit Ausnahme von Mardorf und Schneeren. Diese Dörfer werden von einer anderen Hauptleitung versorgt, die dortige Umstellung ist erst für 2025 vorgesehen, ebenso wie in der Nachbarstadt Wunstorf.

Die Hausbesuche werden im August beginnen. Vorab, etwa ab Juli, werden die Kunden jeweils angeschrieben. "Wir informieren jetzt schon mal, es kann sein, dass manche Kunden die Post während der Sommerferien erreicht", sagt Unternehmenssprecherin Gabriele Steinert. Auch auf der Robby am Wochenende gibt es Informationen am Stand der Stadtwerke.

Es ist wichtig, dass der Zeitplan eingehalten wird. Ab September 2017 wird das neue Gas in die Leitungen gepumpt, "alles läuft nach einem Netzentwicklungsplan, für ganz Norddeutschland", sagt Michael Kunz, technischer Leiter der Stadtnetze.  Und sein Kollege Günter Beermann erläutert:  "Es gibt Geräte, die vorher umgestellt werden müssen, solche, bei denen das parallel passiert und welche, die es auch ein paar Wochen später vertragen, das müssen wir individuell entscheiden."

Statt L-Gas fließt bald H-Gas

Bundesweit soll ab 2030 nur noch so genanntes H-Gas genutzt werden, "high calorific gas", also solches mit hohem Energiegehalt. In Niedersachsen und fünf weiteren Bundesländern ist aber noch das weniger leistungsstarke L-Gas üblich ("low calorific gas").

Um den energiereicheren Brennstoff zu verarbeiten, wird, vereinfacht gesagt, die Zufuhr an Gas und Luft gedrosselt. Modernere Endgeräte können das per Knopfdruck, bei anderen werden ein paar Teile getauscht, ganz alte müssen vielleicht komplett erneuert werden. "Da finden wir Lösungen", sagt Günter Beermann, Sachgebietsleiter bei den Stadtnetzen.

Die Kosten für die Umstellung werden deutschlandweit auf die Gaskunden umgelegt, wie Beermann erläutert. Der Gaspreis, der pro Kilowattstunde berechnet wird, bleibt gleich, auch wenn für die gleiche Leistung dann weniger Kubikmeter Gas gebraucht werden.

Von Kathrin Götze

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