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Sportnetzwerk soll ausgebaut werden

Neustadt Sportnetzwerk soll ausgebaut werden

Neue Oberziele zur Entwicklung des Bewegungsangebots im Stadtgebiet hat die Stadtverwaltung jetzt vorgelegt. Manches klingt dabei noch etwas wolkig. Jedenfalls will die Stadtverwaltung darauf hinwirken, die vorhandenen Angebote besser zu vernetzen und öffentlich darzustellen.

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Bewegung für jeden will die Stadt fördern.

Quelle: Symbolbild/ Marcus Brandt

Neustadt. Ziel ist, jedem einzelnen Einwohner den Zugang zu Bewegungs- und Sportmöglichkeiten so einfach wie möglich zu machen. Erste Schritte dazu sind die Internetangebote "Bewegungsnetzwerk" und "Bewegungsnetzwerk 50 plus", in denen Informationen aller Anbieter der unterschiedlichsten Sportarten im Internet gesammelt sind.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass Arbeits- und Alltagsleben bewegungsärmer werden, was Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden hat. Der demografische Wandel mit Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung und Rückgang der Geburtenzahlen stelle insbesondere Vereine vor Probleme, zumal auch der verdichtete Arbeitsalltag es vielen Berufstätigen erschwere, feste Trainingszeiten einzuhalten.

So seien neben den Sportvereinen inzwischen viele zusätzliche Anbieter aktiv. "Die Sportvereinestatistik bildet längst nicht mehr das Sportverhalten der Bevölkerung ab", heißt es in dem Papier. Neben kommerziellen Akteuren wie Fitnesstudios machten inzwischen auch beispielsweise Sozial- und Seniorenvereine Bewegungsangebote. Auch die wachsenden Ganztagsangebote der Schulen machten den Vereinen Konkurrenz. dort seien Kooperationen ratsam, eventuell auch Fusionen einzelner Abteilungen, wie sie etwa im Jugendfußball schon gang und gäbe sind.

Erschwerend komme hinzu, dass viele Sportstätten, insbesondere Hallen, inzwischen einen enormen Sanierungsbedarf aufwiesen. Viele seien nach dem damaligen "Goldenen Plan" bis Mitte der Siebziger Jahre gebaut worden. Heute müsse man vor Entscheidung über Sanierung, Aufgabe oder Neubau jeweils prüfen, ob die Halle überhaupt noch genutzt werde. Die Stadt hat in den jüngsten Jahren einige Hallen saniert. "Dass wir damit jemals fertig werden, glaube ich aber nicht", sagt Stefan Bark, Chef des Bürgermeisterreferats.

Einen echten Sportentwicklungsplan, wie ihn viele Städte erarbeiten, werde Neustadts Stadtverwaltung angesichts zahlreicher Großprojekte nicht stemmen können, heißt es in der Vorlage. Anregungen und Anstöße für die Entwicklung wolle man aber dennoch geben, mit Hilfe des neuen Stadtportals im Internet und anderen Kommunikationsformen auch die Vernetzung fördern. Auch Ärzte sollen demnach stärker in das Netzwerk eingebunden, so eine Anregung: Diese könnten Patienten gezielt auf örtliche Bewegungsangebote, etwa von Vereinen, hinweisen.

Die Vorlage wird bis zum Herbst in den Ortsräten besprochen, im September auch im Rat der Stadt.

Von Kathrin Götze

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