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Streit um Ganztagsgrundschule in Helstorf

Neustadt Streit um Ganztagsgrundschule in Helstorf

Eine einmalige Chance zur Einführung der Ganztagsgrundschule bietet sich für Michael-Ende-Schule in der Kernstadt sowie die Grundschule Mandelsloh-Helstorf im Norden der Stadt mit dem Modellprojekt Kooperativer Hort. Doch im Norden gibt es erhebliche Zweifel an den Plänen.

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Geht die Ganztagsgrundschule am Elternwillen vorbei? Beim Workshop zum Kooperativen Hort im Dezember zeigt Andrea Graw Fantasiemodelle einer Wunschschule.

Quelle: Carola Faber (Archiv)

Helstorf. Die Helstorfer CDU ist nicht überzeugt, dass die teilgebundene Ganztagsschule das richtige Modell ist. Im Gegensatz zur offenen Ganztagsschule ist bei dieser Form nämlich an zwei bis vier Tagen in der Woche die Teilnahme am Ganztagsunterricht für alle Schüler verpflichtend. Aus einer Umfrage unter Schul- und Kindergarteneltern habe die örtliche CDU aber den Eindruck gewonnen, dass die meisten Eltern keine Änderung der Schulform wünschten, sagt der CDU-Ortsbürgermeisterkandidat Jens Metterhausen.

Er plädiert deshalb für eine offene Ganztagsschule, in der der Nachmittagsunterricht nicht verpflichtend ist. Diese Form stellt allerdings die Schulen vor große organisatorische Schwierigkeiten: Das Land finanziert dafür keine Lehrerstunden, der Betrieb wird in der Regel mit ehrenamtlicher Unterstützung gewährleistet, die Unsicherheiten mit sich bringt. Auch die Qualität der Betreuung kann so nicht einheitlich gewährleistet werden. 

Eine weitere Alternative wäre, den Unterricht an beiden Standorten der Grundschule unterschiedlich zu organisieren, einen von beiden zur teilgebundenen Ganztagsschule zu machen, den anderen beim Halbtag zu belassen und die Eltern wählen zu lassen. Auch dies brächte erhebliche Herausforderungen in der Organisation mit sich.

Im Modellprojekt Kooperativer Hort haben Eltern, Lehrer, Schüler und Politiker ein Konzept erarbeitet, nach dem im teilgebundenen Ganztagsbetrieb zwei Nachmittage für die Schule genutzt würden. Die restlichen Nachmittage könnten frei vom Hort gestaltet werden. Bevor es an den teilnehmenden Schulen installiert würde, müsste das Konzept weiter ausgearbeitet werden.

Spannende Diskussionen sind also in der gemeinsamen Sitzung von Jugend- und Sozial- sowie Schulausschuss am Dienstag zu erwarten, die um 18 Uhr im Sitzungssaal, Nienburger Straße 31, beginnt.

Von Kathrin Götze

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