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Sturm Xavier hält Rettungskräfte im Einsatz

Neustadt Sturm Xavier hält Rettungskräfte im Einsatz

Sturmtief Xavier fegte am Donnerstag in der Mittagszeit über Neustadt, sorgte im gesamtem Gebiet für entwurzelte Bäume und Schäden. Zahlreiche Ortsfeuerwehren waren im Einsatz, um Gefahrstellen zu sichern. Ein gemeinsamer Krisenstab aus Stadt, THW, Rotem Kreuz und Feuerwehr organisiert die Arbeit.

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Sturm Xavier hält die Einsatzkräfte in Neustadt im Dauereinsatz. Hier sichern Mitarbeiter der Stadt Bäume an einem Grundstück in der Straße Am Kuhlager.

Quelle: Benjamin Behrens

Neustadt. Verletzte waren bis zum späten Nachmittag nicht gemeldet. Eine junge Mutter war in Otternhagen allerdings knapp davongekommen: Der herabfallende Ast einer morschen Eiche habe sie gestreift, berichtete die schockierte junge Frau, die mit ihrem Kinderwagen unterwegs gewesen war. Wegen etlicher Faulstellen kappte die Feuerwehr sicherheitshalber den ganzen Baum, wie Feuerwehrsprecherin Martina Fachmann berichtete. "Offenbar sind auch die Notrufleitungen überlastet, uns erreichen Notrufe auch auf unkonventionellen Wegen", berichtete Fachmann, "Mancher ruft einfach seinen Ortsbrandmeister per Handy an."

"Im gesamten Neustädter Gebiet gibt es Baumentwurzelungen", sagt Stadtsprecher Benjamin Gleue. Bisher blieb es bei Sachschäden, Personen seien nicht verletzt worden, sagt Gleue. Ein gemeinsamer Krisenstab aus Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz, der Stadt und dem Bauhof der Stadt, organisiert die Arbeit der Einsatzkräfte. "Die Hälfte aller Ortsfeuerwehren ist schon im Einsatz", sagt Gleue. Rund 100 Feuerwehrleute aus dem Stadtgebiet sowie Mitarbeiter des städtischen Bauhofs bargen und sicherten umgestürzte oder beschädigte Bäume, so Gleue. 

Auf der B 6 in Richtung Hannover, stürzte ein Baum in die Abfahrt Otternhagen und sorgte dort zeitweise für Behinderungen. Die Gegenrichtung nach Nienburg wurde die Strecke wegen eines auf die Fahrbahn gestürzten Baums in Höhe Schneeren zeitweise gesperrt.

Auch auf der L 360 zwischen Mardorf und Rehburg kippten mehrere Bäume auf die Fahrbahn. Um Übersicht in die Lage zu bringen, setzte der Krisenstab so genannte Erkunder ein, die das Stadtgebiet abfahren. "Innerhalb einer Stunde hat er allein in Mardorf 15 und in Schneeren 8 umgeknickte Bäume gezählt", sagt Gleue. Entwarnung könne man noch nicht geben, betonte Geleu am Nachmittag, auch verzögerte Abbrüche könne man nicht ausschließen. Priorität habe es, die Hauptverkehrsstraßen zu sichern.

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Von Benjamin Behrens

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