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Ärger um die Drahthosen

Neustadt Ärger um die Drahthosen

Am Mardorfer Surfstrand gibt's Ärger um Drahthosen: Kite-Surfer beklagen Zäune, die die Region um junge Sträucher herum angebracht hat zum Schutz vor Kaninchen. Surfer sehen ihre Kites in Gefahr. Die Region kritisiert, die Sportler gingen „nicht immer pfleglich mit fremdem Eigentum um“.

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Die Region hat junge Pflanzen an den Surferstrand gesetzt und mit Draht vor Kaninchen geschützt - sehr zum Ärger der Surfer. Die Drähte sind weg, angeblich vom Wind verweht. Die Region lässt sich etwas neues einfallen.

Quelle: Benjamin Behrens

Mardorf. Die Angelegenheit schwelt schon einige Wochen. Ende April hatte Bürgermeister Uwe Sternbeck in einem Schreiben an die Region auf Behinderungen für die Surfer durch die angepflanzten Sträucher und die sogenannten Drahthosen hingewiesen.

„Auch Wassersportler gehören zum Steinhuder Meer“, betonte Sternbeck in seinem Brief und bat darum, den Vorgang noch einmal zu prüfen. Die Region wiederum erklärt, dass sie den Surfern das Grundstück seit Jahren kostenfrei zur Verfügung stelle und dafür einen erhöhten Aufwand habe. Es komme zum Beispiel vor, dass Surfer Äste von Bäumen absägten, wenn sich Kite-Leinen darin verfangen.

Die Sträucher, erklärt Sonja Papenfuß als zuständige Teamleiterin der Region, seien Ersatz für insgesamt 48 Bäume am Surfstrand, die zwischen 2009 und 2014 gefällt werden mussten. „Bisher sind 17 Gehölze nachgepflanzt worden“, erklärt sie. Die fortschreitende Erosion gefährde auf Dauer den Erhalt der Surfstelle. Eigentlich müssten wellenbrechende Buhnen oder Steinschüttungen angelegt werden. „Dies alles ist am Steinhuder Meer zugunsten der Wassersportler bisher unterblieben“, sagt Papenfuß.

Die Sportler am Kite-Strand sind verärgert über das Vorgehen der Region. „So eine Bepflanzung ist eine Gefahr für Material und Menschen“, sagt Matthias Karg. Auch André Menge sieht die Metallgeflechte sehr kritisch. „Solche Drahtkörbe sind lebensgefährlich.“ Im Moment ruht der Streit: Die Geflechte sind vom starken Winde verweht. Die Region baut den Draht nicht wieder auf, sucht aber nach einer für Surfer verträglicheren Alternative.

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Die Region hat junge Pflanzen an den Surferstrand gesetzt und mit Draht vor Kaninchen geschützt - sehr zum Ärger der Surfer. Die Drähte sind weg, angeblich vom Wind verweht. Die Region lässt sich etwas neues einfallen.

Quelle: Benjamin Behrens

Von Bernd Haase und Benjamin Behrens

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