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Frische Häppchen zu bewährter Kost

Neustadt Frische Häppchen zu bewährter Kost

Altbewährter Stoff auf der Bühne, frische Häppchen im Foyer - der Theaterabend am Sonnabend war ein Erfolg.

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Die Gäste des TKK können sich über einen gelungenen Theaterabend freuen.

Quelle: Nadine Kirst

Neustadt. Vergnüglich war es im Gymnasium: Der Theater- und Konzertkreis (TKK) hatte geladen, rund 370 Besucher freuten sich über eine Begegnung mit Willi Winzig, jenem Mustergatten und Durchschnittsdeutschen, den Heinz Erhardt einst zum Leben erweckte – „Lass das mal den Willi machen“, hieß das Stück. Frische Kost gab es für die Gäste noch im Foyer. Dort hatten drei angehende Köche Häppchen appetitlich angerichtet.

Silke Matelski, Mike Rahlke und Bastian Gebauer sind schon seit vielen Stunden auf den Beinen, als die ersten Theatergäste am Sonnabendabend das Foyer betreten. Rund 400 Portionen haben die Auszubildende und die beiden Umschüler vorbereitet. André Wenzel, Ausbildungsleiter Gastronomie bei der VHS, schaut zufrieden auf die Teller mit gefüllter Hähnchenbrust, asiatischen Wraps, Spießchen, Räucherlachs und Dattel im Speckmantel. Zu diesem Zeitpunkt sind 370 Karten für die Vorstellung verkauft. Das sei eine gute Zahl, sagt der TKK-Vorsitzende Magnus Ronge. Noch eine halbe Stunde, bis die Vorstellung beginnt.

Heidemarie Winter aus Helstorf, Margret Wittbold aus Elze und Edeltraud Dreyer aus Büren schauen an diesem Abend nicht auf die Uhr. Sie sitzen bei Sekt und Häppchen zusammen und plaudern. „Wir besuchen hier immer gemeinsam das Theater und gehen vorher essen“, sagt Winter. „Da muss man stets die Zeit im Blick haben. Heute ist das viel gemütlicher und lecker dazu“, ergänzt Dreyer. Die Teller auf dem Tisch sind leer. Nun freuen sich die drei TKK-Abonnentinnen auf Willi Winzig. „Den Heinz Erhardt in dieser Rolle kennen wir ja noch vom Fernsehen“, sagt Dreyer.

So geht es den meisten, die jetzt in die Aula strömen. Christine Nothbaum, Magnus Ronge, Willi Ostermann und Ernst Hahne vom TKK nehmen als Letzte Platz. Einige Reihen hinter ihnen sind leer geblieben. Dann erlischt das Licht im Saal, der für knapp 550 Plätze ausgelegt ist.

Und dann kommt Willi Winzig: grauer Anzug, graues Haar, dicke Hornbrille. Willi raucht nicht, Willi trinkt nicht, Willi wird nie wütend. Seiner Frau Margaret ist das zu wenig. Sie will die Scheidung und vergnügt sich lieber mit Ex Freddie. Und der solide Willi? Er versteht die Welt nicht mehr, lässt sich von seinem Nachbarn Fritz den Kopf waschen und betrinkt sich anschließend mit dessen Frau. Das Neustädter Publikum raunt, lacht und applaudiert. Leo Braune als Willi macht seine Sache gut. „Ganz wie du meinst, Liebes“, säuselt er gedankenverloren am Anfang, und viele sehen den Erhardt auf der Bühne. Dessen Humor ist unverkennbar. Aber Braune kopiert nicht. Weniger Klamauk als beim Kultkomiker. Lustig ist es dennoch. „Sehr vergnüglich, das Ganze“, wird Heidemarie Winter später in der Pause sagen.

Das war lecker

Es ist das zweite Mal, dass Volkshochschule und TKK auf diese Art zusammenarbeiten. „Für unsere Azubis und Umschüler ist das etwas Besonderes, hier können sie live am Gast arbeiten“, sagt André Wenzel, Ausbildungsleiter Gastronomie bei der VHS. Die angehenden Köche haben die kleinen Speisen selbst zusammengestellt, produziert und verkaufsgerecht aufbereitet. Es war, darf man sagen, sehr lecker!

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Die Gäste des TKK können sich über einen gelungenen Theaterabend freuen.

Quelle: Nadine Kirst
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