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Aha-Chef - Ein Borsteler im Minenfeld

Borstel Aha-Chef - Ein Borsteler im Minenfeld

Tonne oder Sack? Ein Borsteler soll jetzt Ordnung in die Diskussion um preiswerte und sinnvolle Restmüllabfuhr bringen. Thomas Schwarz wird Chef von Abfallentsorger Aha.

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Thomas Schwarz ist passionierter Radfahrer.

Quelle: R/Schwarz

Neustadt. Der 55-Jährige ist noch Dezernent für Regionalplanung, Bau und Umwelt im Kreis Nienburg sowie Verwaltungsratsvorsitzender des Abfallwirtschaftsbetriebs Nienburg - ist also vom Fach. Am 1. April übernimmt er die Aha-Geschäftsführung - eine anerkannt heikle Aufgabe.

„Man könnte sagen, das ist ein Minenfeld, aber irgendjemand muss es ja machen, und ich traue es mir zu“, sagt Schwarz. Im Wahljahr 2016 erwartet er eine „polarisierende Diskussion“, beispielsweise zum Thema Sack- oder Tonnenabfuhr, und zur Gebührenentwicklung.

Vom neuen Job verspricht er sich Gestaltungsmöglichkeiten, will aber nicht alles in einem Handstreich ändern - Musterlösungen gebe es nicht. Schwarz’ neue Stelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet, die Verbandsversammlung muss ihn in der nächsten Woche noch formell bestellen.

Die Arbeit der Müllwerker kennt er fast „aus erster Hand“, ist im Winter auf dem Wagen der Nienburger Abfallentsorgung mitgefahren. „Der Wind ist eisig, und die Handschuhe sind irgendwann feucht und dann ist auch mir auch noch ein Sack geplatzt“, erinnert er sich. Es sei ihm wichtig, den Alltag der Mitarbeiter zu kennen, wo es Stress gebe und was sie bewege, erklärt er. Zunächst plant er, für Ruhe und Kontinuität im Unternehmen zu sorgen. Aha steht nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Restmüllabfuhr in Hannover und dem Umland in der Kritik.

Susanne Döpke

Fachmann für Verwaltendes

Thomas Schwarz lebt mit Ehefrau Gudrun und fünf gemeinsamen Kindern in Borstel. 1993 sind sie in das Dorf am Grinderwald gezogen. Damals wurde Schwarz kaufmännischer Leiter der Stadtentwässerung Hannover. Eine ähnliche Position übernahm er im Jahr 2000 in München; wohnen blieb er trotzdem im Mühlenfelder Land. Doch die Heimat lockte, und 2009 fing der Verwaltungsfachmann in Nienburg als Dezernent für Regionalplanung, Bau und Umwelt an. Schwarz ist Mitglied der CDU. 2011 bewarb er sich erfolglos um das Amt des Landrates im Landkreis Nienburg/Weser.

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