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Trotz niedriger Erträge: Stiftung macht weiter

Bordenau Trotz niedriger Erträge: Stiftung macht weiter

Im Jubiläumsjahr ist die Substanz bedroht. Der Stiftung Bordenau fällt es schwer, ihrem Zweck, der Förderung besonderer Leistung für das Dorf, gerecht zu werden.

Neustadt. „Die Kuh muss gefüttert werden!“ Stiftungsvorstand Hans Stahmer fand am Freitagabend deutliche Worte. Der Anlass, sich getroffen zu haben, sei ein erfolgreicher - seit 25 Jahren verwaltet die Stiftung ein bei der 1100-Jahr-Feier Bordenaus erwirtschaftetes Kapital. Doch die Lage sei eine andere. Mit bis zu 9 Prozent sei das Kapital einst verzinst worden, „jetzt müssen wir froh sein, wenn wir 1,8 Prozent bekommen“.

50.000 Euro an Kapital stehen zur Verfügung. Und mit 50.000 Euro aus Kapitalerträgen hat die Stiftung seit 1990 Gruppen oder Einzelpersonen unterstützt, die sich um das Dorf verdient gemacht haben. Jahr für Jahr 2000 Euro. Das funktioniere nicht mehr, wenn 900 Euro Zinsen zu erwarten sind. Stahmer: „Wir standen vor der Frage, den Stiftungspreis zu halbieren oder nur alle zwei Jahre zu vergeben.“ Doch: „Wir haben uns dagegen entschieden.“ Die Devise laute „Jetzt erst recht“ und werde von vielen Bordenauern getragen. „Es gibt ein neues Wirgefühl“, sagte der Vorsitzende, „wir sind Stiftung.“ Vom Förderpreis hätten so viele Gruppen profitiert, dass die Bereitschaft, der Stiftung zu helfen, groß sei. „Wir wollen es gemeinsam schaffen, dass die Stiftung wie gewohnt jedes Jahr 2000 Euro ausschütten kann.“

Neue Ideen seien gefragt - wie das „Schrottstiften“ vor Monaten. Tonnen an Altmetall wurden gestiftet, über den Containerdienst Wagner vermarktet. Erlös: 2000 Euro. Auch Schrott liegt weit unter Höchstnotierungen. Stahmer: „Vor fünf Jahren hätte die Menge das Vierfache gebracht.“

Von Dirk von Werder

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