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Ufersause am Steinhuder Meer auf dem Prüfstand

Neustadt Ufersause am Steinhuder Meer auf dem Prüfstand

Der Finanzausschuss hat den Neustädter Zuschuss zum Festlichen Wochenende am Steinhuder Meer genehmigt. Doch das defizitäre Fest (derzeit 50.000 Euro pro Jahr) steht auf dem Prüfstand. Das Festliche Wochenende, dieses Jahr dauert es vom 14. bis 16. August, ist der Publikumsmagnet in der Meerregion.

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Das Festliche Wochenende lockt jedes Jahr Tausende Besucher an. Dennoch steht am Ende immer ein Defizit.

Quelle: Mirko Bartels

Neustadt. Musik und Markt, beleuchtete Boote und Feuerwerk: Das Festliche Wochenende, dieses Jahr dauert es vom 14. bis 16. August, ist der Publikumsmagnet in der Meerregion. Doch obwohl über die drei Tage geschätzte 100.000 Besucher ans Nord- und Südufer kommen: Das Fest ist nicht wirtschaftlich zu veranstalten, wie Willi Rehbock, Geschäftsführer der Steinhuder Meer Tourismus GmbH (SMT), seit Jahren kundtut. Auch private Veranstalter hätten das erfolglos versucht.

Nachdem das Defizit in den Jahren 2013 und 2014 auf jeweils rund 50 000 Euro angestiegen ist, ist das Stammkapital der SMT nahezu aufgebraucht. Der Finanzausschuss befürwortet, die Veranstaltung mit dem Neustädter Anteil von bis zu 5757 Euro abzusichern und darüber hinaus 7640 Euro ins Stammkapital einzuzahlen.

Neustadt hält knapp 20 Prozent der Anteile, weitere Gesellschafter sind Stadt Wunstorf und Flecken Hagenburg sowie die Verkehrsvereine Mardorf und Steinhude.

Mit Rehbock haben bisher nur die Steinhuder Bedenken geäußert, ob das Fest in der alten Form weiter tragbar sei. Denn der Aufwand ist beträchtlich: Die Sicherheitsanforderungen sind drastisch gestiegen, so stehe etwa ein fünfstelliger Betrag für die Bezahlung von Ordnern im Plan, wie Rehbock sagt. Ebenso fünfstellig seien die Kosten für ein Verkehrskonzept - schließlich müsse die Infrastruktur für Zehntausende Gäste jeweils eigens geschaffen werden. Rehbock will dem Aufsichtsrat im September berichten. „Dann ist das Fest zu 90 Prozent abgerechnet, und wir sehen klarer“, sagt er. Wollten die Mitglieder an der Veranstaltung festhalten, müssten notfalls die Zuschüsse steigen.

Die Junge Union jedenfalls spricht sich schon vorsorglich für den langfristigen Erhalt des Festes aus: „Gerade für junge Leute ist das Steinhuder Meer in Flammen eine wichtige Attraktion im Jahr“, sagt der Neustädter Vorsitzende Felix Richter, und sein Wunstorfer Kollege Kai Wischhöver stimmt zu.

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