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Umleitung macht Anwohnern große Sorgen

Neustadt Umleitung macht Anwohnern große Sorgen

Die marode B-6-Brücke über die Leine könne den Schwerlastverkehr nicht mehr tragen, heißt es. Wie sich die Situation für die Anlieger der Umleitungsstrecke durch Suttorf, Basse und Empede entwickelt, muss sich nun erweisen. Seit Freitagmorgen ist die Umleitung ausgeschildert, wird auch rege genutzt

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Manuel Tannenberg und Wolfgang Brauer installieren in Basse eine Ampel an der Abzweigung gen Mariensee.

Quelle: Kathrin Götze

Neustädter Land. "Das ist ja mehr Verkehr als in der Großstadt", sagt Wolfgang Brauer kopfschüttelnd. Gemeinsam mit seinem Kollegen Manuel Tannenberg hat der Mitarbeiter der Spezialfirma B.A.S. am Freitagmorgen die Baustellenampeln an der Einmündung der Wasser- in die Basser Straße aufgestellt. Die Ecke, an der die Umleitungsstrecke gen Leinebrücke abknickt, haben die Fachleute bereits vorab als neuralgischen Punkt identifiziert.

Wo es noch zwickt, muss die Praxis zeigen. Den Anwohnern schwant jedenfalls Übles. "Ich warte schon darauf, dass es hier bald kracht", sagt Hans-Henning Cordes. Der Hof des Landwirts liegt direkt an der Kurve der Ortsdurchfahrt, direkt vor der Ampel. "Wenn da ein Laster wartet und der nächste kommt mit Schwung, hat er keine Chance mehr zum Bremsen."

Schulkinder, Fahrradfahrer - alle anderen Verkehrsteilnehmer werden sich auf den schmalen Ortsdurchfahrten vor den schweren Fahrzeugen mächtig in Acht nehmen müssen. Diese und weitere Sorgen haben rund 50 Anwohner auch in der Ratssitzung am Donnerstagabend vorgetragen. Gerade die Strecke von Suttorf und durch Basse ist extrem schadhaft, lange könne es nicht dauern, bis die Fahrbahn völlig kaputt ist, meinen die Anwohner. Folgen spüren sie schon jetzt: "Wenn bei uns nachts ein Lastwagen durchfährt, wackelt das Haus, und das ganze Bett vibriert", sagt etwa die Suttorferin Susanne Gerlach.

Auf der Strecke durch beide Dörfer sind die Gullydeckel nicht richtig in die Fahrbahn integriert. Wenn ein Reifen darüber rollt, rumpelt es laut. "Uns war schon lange zugesagt, dass das repariert werden soll - daraus wird dann wohl erst einmal nichts?", fragte der Suttorfer Christoph Stolle. Und mit dem flächendeckenden Halteverbot in Basse lade man die Fahrer förmlich dazu ein, durch den Ort zu donnern.

Die Anwohner wünschen sich stattdessen Verkehrsberuhigung,  Nachtfahrverbote und weitere Ampeln, wo Schulkinder die Fahrbahn kreuzen. "Wir nehmen Ihre Anregungen gerne auf", sagte Jörg Homeier, städtischer Fachbereichsleiter für Infrastruktur. Er und seine für Bürgerservice zuständige Kollegin Annette Plein machten deutlich, dass die Stadtverwaltung das Thema sehr ernst nehme und mit der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau in Kontakt bleibe. Wie viele Fahrer die Umleitungsstrecke auf Dauer nutzen werden, sei schwer vorherzusehen. Weiträumige Umleitungen, etwa über A7 und B214, würden ebenfalls ausgeschildert.

Leider biete sich für Neustadt selbst aktuell keine andere Umleitungsstrecke an - die kürzere Route durch die Kernstadt ist ohnehin oft überlastet, dazu kommt ab der nächsten Woche die Baustelle auf der Mecklenhorster Straße. Man suche nach Alternativen, versprach Bürgermeister Uwe Sternbeck. Gedacht sei etwa an eine Behelfsbrücke, die schneller als das Hauptbauwerk fertig werden könnte. Wer Beschwerden oder Anregungen an die Stadtverwaltung richten möchte, kontaktiert sie am besten unter der Adresse b6bruecke@neustadt-a-rbge.de.

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