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Ein Umzug nimmt Fahrt auf

Neustadt Ein Umzug nimmt Fahrt auf

Wenn alles klappt, ist das kleine Mecklenhorst in wenigen Jahren ein Schwerpunkt deutscher Nutztierforschung. Der Umzug weiter Teile des Friedrich-Loeffler-Instituts nimmt jetzt Fahrt auf.

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Mecklenhorst ist bisher vor allem unter Schafhaltern bekannt: Körungen und Versteigerungen von Zuchtböcken locken regelmäßig Halter an.

Quelle: Susanne Döpke

Mariensee/Mecklenhorst. Auf rund 80 Millionen Euro werden mittlerweile die Kosten für die Großinvestition geschätzt, die die Institute für Nutztiergenetik (bisher Mariensee und Mecklenhorst), für Tierernährung (Braunschweig) sowie Tierschutz und Tierhaltung (Celle) in einem modernen Gebäudekomplex in Mecklenhorst zusammenführen soll. Seit etlichen Jahren beschäftigen sich Planer, Politiker und Wissenschaftler in Berlin, in Neustadt wie auf der Insel Riems (Sitz des Instituts) mit dem Vorhaben.

Dabei gab es immer wieder Phasen relativ weit vorangeschrittener Planungen, die dann plötzlich zu den Akten gelegt wurden - häufig in Verbindung mit Wechseln in der Bundesregierung. Das Friedrich-Loeffler-Institut ist als Bundesforschungsinstitut dem Landwirtschaftsministerium zugeordnet. Zuletzt scheiterten Ende der neunziger Jahre Bestrebungen, Celler Institutsteile nach Neustadt zu verlegen, am Widerstand dortiger Politiker.

Die aktuellen Pläne gelten bei den entscheidenden Stellen als unstrittig. Und dennoch war es zuletzt in der Öffentlichkeit  ruhig um das Vorhaben geworden. Schon äußerten erste Kommunalpolitiker leichte Zweifel an der Umsetzung. Schließlich sollten die Bauten - so der Zeitrahmen zu Beginn dieses Jahrzehnts - spätestens 2017 beginnen. Das wird nun  nicht mehr möglich sein. Allerdings nimmt die Planung aller Voraussicht nach in Kürze eine wichtige Hürde. Die Stadtverwaltung hat die notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes soweit abgeschlossen, dass die Gremien des Rates zustimmen können. Ähnlich ist der Stand in Sachen Bebauungsplan. In den jetzt vorliegenden Versionen sind Anregungen und Bedenken anderer Behörden und Interessenvertretungen eingearbeitet - ohne dass offenbar gravierende Änderungen an den Plänen notwendig geworden wären.

Im beschaulichen Mecklenhorst könnten in diesem Jahr schon erste sichtbare Arbeiten erledigt werden. Frühere Wohnhäuser von Institutsmitarbeitern an der Straße Am Föhrkamp sollen voraussichtlich im Herbst abgerissen werden. Neue Forchungsgebäude (Büros, Labore) und Stallungen sollen auf Bestandsflächen beiderseits der Mecklenhorster Straße sowie auf einer Erweiterungsfläche nördlich davon entstehen.

Der Weg zur Entscheidung

Die für den Bau notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes für Mecklenhorst sowie der überarbeitete Bebauungsplan für die Neubauten des Instituts geht in die Genehmigungsphase. Mecklenhorst ist kein eigenständiger Stadtteil sondern Teil der Kernstadt. Der Ortsrat Neustadt berät die Pläne daher öffentlich am Mittwoch, 3. Mai, 18 Uhr, im Verwaltungssitz Nienburger Straße. Es folgen der Ratsausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung am Montag, 15. Mai, der Verwaltungsausschuss (nicht öffentlich) am 22. Mai und schließlich der Rat der Stadt am Donnerstag, 8. Juni, 18 Uhr.

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