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Helstorfer nehmen Gasthaus wieder in Besitz

Neustadt Helstorfer nehmen Gasthaus wieder in Besitz

Es war fast ein wenig wie in alten Zeiten. Die Helstorfer trafen sich in der ehemaligen Gaststätte Wienhöfer und klönten. Den Tag der offenen Tür am Sonnabend nutzten zahlreiche Gäste, um das neue Gesicht ihrer Traditionsgaststätte zu sehen.

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Die Freundinnen Bianca Graap und Agnes Enstipp betreiben das Wohlgemut im ehemaligen Gasthaus Wienhöfer.

Quelle: Carola Faber

Helstorf. Unter dem Namen "Wohlgemut" wird das Haus aus dem Jahr 1799 nun von den Freundinnen Bianca Graap und Agnes Enstipp betrieben. Nach den Renovierungsarbeiten ist das gewohnte Ambiente vom Saal, den Kegelbahnen und der Gaststube erhalten geblieben. Sogar alle alten Bilder, Pokale und Plaketten bleiben weiterhin sichtbar.

Das frühere Restaurant wird zu einer multifunktionalen Tagespflegestelle für Senioren umgebaut. "Wenn die Anträge durch sind und wir die Genehmigungen erhalten haben, wird es hoffentlich im Herbst zu einer Umsetzung mit Ruheräumen und auch einigen Betten für den Bedarfsfall kommen. Wir haben sogar schon mehrere Ideen, um sozial schwache Gruppen einzubeziehen", sagt die gelernte Krankenschwester Bianca Graap.

"Ich finde es toll, dass das Haus nach dem kurzen Leerstand wieder betrieben wird. Es war jahrzehntelang unsere Gaststätte und jetzt haben wir wieder einen Treffpunkt, einen Ort für Feierlichkeiten oder Sitzungen. In der Gaststube hat sich kaum etwas verändert. Ich hoffe, dass das Wohlgemut angenommen wird", sagt Ortsbürgermeisterin Ute Bertram-Kühn.

Über die Zukunft des Hauses gehen die  Meinungen allerdings etwas auseinander. "Ich bin schon etwas skeptisch. Anfangs werden die Neugierigen kommen. Aber die gesamte Kneipenkultur ist sehr rückläufig. Hier wird es wohl keinen Boom geben", sagt Heimatchronist Jürgen Gödecke. Aber: "Für den nächsten Mittwoch werde ich mich hier gleich zum Skatspielen verabreden. Das hält die grauen Zellen in Schwung", fügt er hinzu.

"Ich gehöre zwar einem der ältesten Kegelvereine in Helstorf an, aber mit der Tagespflege habe ich noch nichts zu tun. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben. Ich bin begeistert", fügt Walter Stamm hinzu. Und Horst Rohrßen findet: "Schön, dass es wieder eine Wirtschaft im Dorf gibt. Außerdem laufen beide Kegelbahnen nahezu perfekt." Nach drei Monaten Kegelpause freuten sich die Vereine über den Neustart auf den vertrauten Bahnen.

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Von Carola Faber

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