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Viele helfen bei Betreuung der Flüchtlinge

Luttmersen Viele helfen bei Betreuung der Flüchtlinge

Die Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) aus Hannover kümmern sich seit knapp drei Wochen um die Flüchtlinge, die in einer Turnhalle der Wilhelmstein-Kaserne in Luttmersen untergebracht sind, und bekommen von vielen Seiten Hilfe.

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Nermin Besic (von links), Liane Thomas, Sophia-Marie Korpiun, Ute Bertram-Kühn und Marcel Sindram kümmern sich um das Wohl der Flüchtlinge, die in der Turnhalle der Wilhelmstein-Kaserne untergebracht sind.

Quelle: Bernd Stache

Neustadt. „Der ASB betreibt diese Behelfsunterkunft zur Entlastung der Erstaufnahmelager“, sagt Sven Rust von der Fachdienstleitung Soziale Dienste. Die Unterkunft in Luttmersen wird von ASB-Einsatzleiter Nermin Besic betreut. Dort sind momentan Flüchtlinge aus Afghanistan, Albanien, Pakistan, Syrien, dem Libanon, Sudan, Iran und Irak aufgenommen.

„Wir haben dort derzeit drei Familien und viele Studenten untergebracht“, berichtet Sophia-Marie Korpiun, die zurzeit ihr freiwilliges soziales Jahr beim ASB absolviert. Die Hannoveranerin möchte Soziologie und Wirtschaftswissenschaften studieren. Um die Flüchtlinge in Luttmersen kümmern sich täglich drei ASB-Mitarbeiter in zwei Schichten. „Uns helfen auch Ehrenamtliche aus Helstorf, darunter die Ortsbürgermeisterin Ute Bertram-Kühn und Liane Thomas von der freiwilligen Feuerwehr“, sagte Besic.

Das Mittagessen liefert ein Caterer, Frühstück und Abendessen werden dem ASB von Edeka zur Verfügung gestellt. Um die ärztliche Versorgung der Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, kümmern sich ehrenamtliche Ärzte des ASB gemeinsam mit niedergelassenen Kollegen.

Die Flüchtlinge können ihre Unterkunft jederzeit verlassen und nutzen die Gelegenheit, um beispielsweise im benachbarten Helstorf einkaufen zu gehen. „Unsere Mitarbeiter unterstützen die Menschen im Alltag“, sagte Besic. „Im Schnitt bleiben die Flüchtlinge circa vier bis fünf Wochen bei uns, bevor sie auf die Kommunen verteilt werden. Für die Kinder haben wir unter anderem Malkreide, Kuscheltiere und Spiele besorgt.“ Er freut sich auch über die Hilfe der Bundeswehr in vielerlei Hinsicht: „Dafür sind wir dankbar.“

Von Bernd Stache

Notlager entlastet auch Stadt

Wie alle Kommunen kämpft auch die Stadt Neustadt mit der Aufgabe, ankommende Flüchtlinge pünktlich unterzubringen. Die Turnhalle der Kaserne Luttmersen hatten die Planer in der Stadtverwaltung dabei als Notreserve im Hinterkopf – bis dort vor drei Wochen das Land seine Unterkunft einrichten ließ. Nach Irritationen kam jetzt Entwarnung, wie der Erste Stadtrat Maic Schillack berichtete: „Die Region hat uns mitgeteilt, dass unser Kontingent bis Januar um 100 Flüchtlinge herabgesetzt worden ist.“ Statt 245 muss die Stadt demnach also 145 Menschen unterbringen – bis zur nächsten Korrektur.

Von Kathrin Götze

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