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Was tun Sie für die Infrastruktur der Dörfer?

Der Kandidaten-Check Was tun Sie für die Infrastruktur der Dörfer?

Welche Positionen beziehen Parteien und Wählergruppen zu Themen, die die Stadt bewegen? Die Leine-Zeitung fragt nach. Heute: "Was wollen sie für bessere Infrastruktur der Dörfer tun?"

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Viel beachtetes Projekt der Dorferneuerung: Luigi Parisi legt die Pflastersteine für den Rinnstein in Hagens Mitte, die komplett umgestaltet wird.

Quelle: Benjamin Behrens

Christina Schlicker, SPD: Um die Auswirkungen des demografischen Wandels zu bewältigen, müssen wir Strategien entwickeln. Die Entwicklungspotenziale jedes Dorfes müssen ermittelt und verwirklicht werden. Ein zukunftsfähiges Dorf ist ein sozialer Organismus mit Kita und womöglich Grundschule, Dorfgemeinschaftshaus, Gasthaus und Kirche, Grundversorgung, generationsübergreifenden Wohn- und Betreuungsprojekten, schnellem Internet, guter Anbindung an den ÖPNV und vielem mehr. 

Björn Niemeyer, CDU: Die CDU steht wie keine andere Partei für die Stärkung der Ortschaften. Mit uns wird es keine Grundschulschließungen mehr geben. Wir haben uns für eine gute Kinderbetreuung und die Ausweisung von Wohnbauland eingesetzt – dafür stehen wir auch künftig. Um die Infrastruktur zu verbessern, wollen wir Förderprogramme nutzen, Vereine und Feuerwehren unterstützen und die Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs ausbauen.

Heinrich Köhne, UWG: Wir setzen uns zielorientiert dafür ein, dass unsere Dörfer nicht abgehängt werden und damit ausbluten. Es muss ein ausreichendes Angebot an Bauland ausgewiesen werden. Gewährleistet hat zu sein, dass für die Dorfbewohner die Bedürfnisse des täglichen Lebens in erträglicher Nähe abgedeckt werden, wie zum Beispiel durch den Dorfladen Mariensee. 

Uwe Lötzerich, Grüne: Die Dorferneuerung im Mühlenfelder Land und das ILEK-Programm haben vieles ermöglicht. Die Dorfgemeinschaften sind gestärkt worden, auch da, wo es keine Zuschüsse gab. Mit der Leader Region kann diese Arbeit fortgesetzt werden. Wir hoffen auf einen erfolgreichen Start des Dorfladens in Mariensee. Bus- und Radverkehr müssen attraktiver werden, die medizinische Versorgung verbessert und ein Konzept für mobile Dienstleistungen entwickelt werden.

Arne Wotrubez, FDP: Neue Wohn- und Gewerbeflächen sollen in allen Ortschaften des Neustädter Landes auch weiterhin nach dem Bürgerwillen ausgewiesen werden. Stillstand in der Entwicklung ist Rückschritt. Wir wehren uns mit aller Kraft gegen das regiona
le Raumordnungsprogramm von SPD und Grünen im Regionsparlament. Darüber hinaus ist der Ausbau einer schnellen Internetverbindung voranzutreiben, diese Aufgabe könnten auch die Stadtnetze übernehmen.

Stephan Iseke, Linke: Wir fordern eine engmaschigere Gestaltung des ÖPNV, insbesondere bei den Rufbussen. Des Weiteren sollte eine Instandsetzung und Erweiterung der Radwege erfolgen. Wir planen die Schaffung einer Mitfahrzentrale speziell für das Neustädter Land. Der Ausbau des Breitbandinternets muss vorangetrieben werden.

Bernhard Nowack, Piraten: Als Stadt können wir uns nur um vorrangige Berücksichtigung bei Fördermitteln zum Breitbandausbau bemühen und dies dann umsetzen. Weiterhin dafür, den ÖPNV dahin-gehend auszubauen, dass er variabel nutzbar ist. Barsinghausen hatte vor einigen Jahren ein Stadtbussystem, dessen Einsatz ist zu prüfen. Auch ein Ruftaxisystem, wie in Langenhagen, wäre eine Alternative. 

Dietmar Friedhoff, AfD: Der städtische Fokus darf nicht immer nur auf der Kernstadt liegen. Die Innenstadt ist wichtig, die Mehrheit der Menschen wohnt aber in den ländlichen Ortschaften. Die Ortsräte müssen mehr Finanzhoheit bekommen und auch Entscheidungen selbst treffen können. Die Menschen vor Ort können vieles besser beurteilen als die Stadtpolitiker, die viel zu oft alles nur durch ihre Parteibrille sehen.

Von der Redaktion

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