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Weiter Streit um frühes Schwimmen

Neustadt Weiter Streit um frühes Schwimmen

Nach erfolglosen Verhandlungen mit Neustadts Frühschwimmern will Helmut Eisbrenner, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe, jetzt Tatsachen schaffen.

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Ein erfrischendes Bad am frühen Morgen: In Neustadt ist noch umstritten, wie oft das im neuen Bad möglich sein soll.

Quelle: Julian Stratenschulte

Neustadt. Im neuen Hallen- und Freibad „balneon“ werde es frühe Öffnungszeiten geben, obwohl mit den Interessenvertretern keine einvernehmliche Regelung gefunden worden sei, lässt der Manager jetzt mitteilen.

„In den Gesprächen mit den Frühschwimmern haben wir verschiedene Angebote zu frühen Öffnungszeiten unterbreitet, die allesamt abgelehnt wurden“, sagt er, „wir können uns nicht nur auf die 150 Personen konzentrieren, die das Bad regelmäßig zum Frühschwimmen aufsuchen.“ Man erwarte im neuen Bad jährlich rund 140 000 Badegäste, zusätzlich 30 000 Saunagäste. Dem ursprünglichen Konzept zufolge sollte das Bad täglich erst ab 10 Uhr öffnen, zuvor nur Schulschwimmen von 8 bis 10 Uhr möglich sein.

In den seit Ende 2015 mit den Frühschwimmern geführten Gesprächen seien auch DLRG und TSV Neustadt eingebunden gewesen. Die bisher angebotenen Verbesserungen habe die Interessenvertretung als nicht ausreichend angesehen, heißt es weiter. Nun würden die Wirtschaftsbetriebe ihrerseits ein eigenes Konzept entwickeln, später Einzelheiten dazu kundtun, kündigt Eisbrenner an.

Nur soviel: „Den Luxus – jedem Frühschwimmer seine eigene Bahn – werden wir aber nicht anbieten.“ Diesen Satz findet Carsten Hotes doch übertrieben. Er vertritt gemeinsam mit Detlef Henning die Frühschwimmer. „Luxus verlangt niemand – uns geht es um Gesundheit und Daseinsvorsorge“, betont er. Problem und Streitpunkt sind die Kosten für die erforderliche Badeaufsicht.

Sie aus eigener Tasche zu bezahlen, sehen sich die Frühschwimmer außerstande. „Da sind etliche Leute mit einer schmalen Rente dabei“, sagt Hotes. Das jüngste Angebot der Wirtschaftsbetriebe lautete, an zwei Tagen der Woche früher zu öffnen, allerdings nicht in den Ferien. „Dann bleiben 78 Tage im Jahr, das ist zu wenig“, befindet Hotes.

Die Frühschwimmer haben jetzt die Ratspolitiker angeschrieben, die im Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe sitzen. „Aus den Fraktionen erreichen uns wohlwollende Kommentare zu einer möglichen Frühschwimmerregelung an drei Tagen pro Woche", sagt Hotes. Man erwarte von den Wirtschaftsbetrieben ein vernünftiges Konzept, keine Polemik.

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