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Mann zahlt Hotel nicht und sagt, er sei vom SEK

Pattensen Mann zahlt Hotel nicht und sagt, er sei vom SEK

Weil er sein Zimmer in einem Pattenser Hotel nicht bezahlt hat und sich fälschlich als SEK-Beamter ausgab, musste sich ein 37-Jähriger vor dem Springer Amtsgericht verantworten. Die Strafrichterin verurteilte ihn wegen Betrugs und Amtsanmaßung zu einer Haftstrafe von zwei Monaten.

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Wegen Betrug und Amtsanmaßung wird ein Mann verurteilt.

Quelle: Symbolbild

Pattensen. Noch bevor der Mann aus Bremervörde vor etwa eineinhalb Jahren inhaftiert wurde, mietete er sich im September 2015 für eine Woche ein Hotelzimmer in Pattensen. Dort traf er auch eine Frau, die er über ein Portal im Internet kennengelernt hatte. „Ich wollte die Frau beeindrucken“, erklärte der gelernte Schlosser und Feinmechaniker. Und setzte noch einen drauf: Er arbeite nicht nur beim Spezialeinsatzkommando (SEK) in Bremen, erzählte er ihr, sondern sei auch promovierter Psychologe. Dass der Angeklagte Handschellen bei sich trug, mag seine Glaubwürdigkeit gegenüber der neuen Freundin erhöht haben. Wozu er sie benutzen wollte, verriet der Mann dem Gericht aber nicht.

Schließlich überredete er die Frau, stundenlang gemeinsam ein Auto zu observieren. „Ich fühlte mich von diesem Wagen verfolgt“, erzählte der Angeklagte. Er habe das Gefühl gehabt, die Fahrer seien ihm auf den Fersen. Und weil er damals bereits mit Haftbefehl gesucht worden sei, fürchtete er um seine Freiheit. Das Kuriose aber ist: In dem Auto saßen tatsächlich Polizisten in Zivil. Sie hatten allerdings ein ganz anderes Objekt im Visier als den Mann aus Bremervörde. Vielmehr sollen die Beamten einen anderen Gast des Hotels beobachtet haben.

Mit der Verurteilung verlängert sich der Gefängnisaufenthalt des vierfachen Familienvaters mit langem Vorstrafenregister: Seine Haftzeit endet erst im Jahr 2023, die Zahl seiner Verurteilungen steigt auf 23. „Wie wollen Sie diese Zeit nutzen?“, wollte die Strafrichterin wissen. Eine weitere Ausbildung komme für ihn nicht in Frage, er habe bereits zwei Abschlüsse, erklärte der 37-Jährige. Der Familienvater sagte, er hoffe, im Bereich seiner Fähigkeiten in der Justizvollzugsanstalt arbeiten zu können.

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