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Mann manipuliert Automaten im Spielsalon

Pattensen Mann manipuliert Automaten im Spielsalon

Weil er einen Glücksspielautomaten in einer Pattenser Spielothek manipuliert haben soll, musste sich jetzt ein 43-Jähriger vor Gericht verantworten. Gemeinsam mit einem Kumpanen soll er rund 1400 Euro aus dem Automaten gestohlen haben.

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Das Amtsgericht Springe will den Prozess später fortsetzen, weil es noch mehr Zeugen anhören will.

Quelle: Archiv/Symbolbild

Pattensen. Die Verhandlung vor dem Amtsgericht Springe wird später fortgesetzt, Richterin Tanja Künnemann möchte noch weitere Zeugen hören. Der Mann, der gegen einen Strafbefehl in dieser Sache Einspruch erhoben hatte, ließ sich durch seinen Anwalt vertreten. Er war gar nicht persönlich erschienen.

So konnten zwei Angestellte der Spielothek den Angeklagten auch nur anhand von Fotos wiedererkennen, die ihnen kurz nach der Tat im September vorigen Jahres von der Polizei vorgelegt worden waren. Die Manipulation an dem Gerät mittels einer kleinen Bohrung an der Rückseite hatten weder die 48-Jährige noch ihre drei Jahre jüngere Kollegin beobachten können. Gleichwohl hatte die 48-Jährige bemerkt, dass der bislang unbekannt gebliebene Kumpane des Angeklagten sie während der Vorbereitung der Tat permanent abgelenkt hatte. Mal wollte er wissen, wo die Toiletten sind, dann bestellte er einen Cappuccino oder ließ sich den Weg zum Internetanschluss erklären. Dabei habe er sich stets so hingestellt, dass er den Angeklagten verdeckte.

Aufgeflogen ist die Tat dann am nächsten Morgen, als ihre 45-jährige Kollegin die Bohrungen am Gerät bemerkte. Auf einer Kameraaufzeichnung ließ sich später nachvollziehen, dass der Angeklagte den Automaten von der Wand weggerückt und daran hantiert hatte. Das eigentliche Aufbohren sei aber nicht zu erkennen gewesen, berichteten die beiden Frauen. Leider sei der Film inzwischen auch versehentlich gelöscht worden, erklärten sie. Es existieren allerdings noch einige Handyaufnahmen, die sie privat von dem Film gemacht hatten, um die beiden Männer bei einem erneuten Auftauchen in der Spielhalle wiederzuerkennen.

Richterin Künnemann setzte die Verhandlung aus: Sie möchte nicht nur eine weitere Angestellte hören, die wahrscheinlich den „Gewinn“ an die Männer ausgezahlt hat, sondern auch die Chefin der Spielothek.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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