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Schüler lassen sich den Abschied schmecken

Pattensen-Mitte Schüler lassen sich den Abschied schmecken

Kurdisch, Arabisch, Deutsch - ein vielsprachiges Stimmengewirr schallte am Dienstagvormittag durch das Pfarrheim von St. Maria in Pattensen. Die Flüchtlinge, die hier dreimal die Woche zum Deutschlernen kommen, trafen sich mit ihren Lehrerinnen und Unterstützern zum Abschiedsessen.

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Den Abschluss des Deutschkurses feiern Annabella Janssen-Jeske (links), Christian Dorra, Elisabeth Ilse (Fünfter und Sechste von links) sowie Susanne Farkhar (Vierte von rechts) und die Schüler mit einem Brunch.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Finanziert vom Land und organisiert von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) haben zunächst 22 und zuletzt 18 Frauen und Männer insgesamt 200 Stunden Sprachunterricht erhalten. Viele hatten zum Abschiedstreffen eine Spezialität aus ihrer Heimat mitgebracht. So war von gefüllten Weinblättern über Fladenbrot bis zum Apfelkuchen für jeden Geschmack etwas im Angebot. Neben den Lehrerinnen Annabella Janssen-Jeske und Susanne Farkhar waren auch LEB-Bereichsleiterin Angelika Brandt sowie Elisabeth Ilse und Christian Dorra vom Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) der Stadt bei dem Treffen dabei.

Ilse hatte eine gute Nachricht mitgebracht: Das Lernen kann weitergehen. Schon am Montag beginnt ein neuer Kurs. Dieser wird von der Region aus einer Spende der Sparkasse Hannover finanziert. Die Teilnehmer werden unter den Flüchtlingen ausgewählt, die im Stadtgebiet von Pattensen leben. Voraussetzung ist, dass sie beim Lernen besonders motiviert sind und ihnen zugetraut wird, die Termine auch wirklich wahr zu nehmen.

Die Lehrerinnen hatten mit ihrer Gruppe, deren Mitglieder aus Syrien, Afghanistan oder aus dem Irak stammen, eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen. Einige hatten in ihren Heimatländern studiert, andere waren Analphabeten. Im Unterricht ging es um die Grundlagen, berichtet Janssen-Jeske: sich vorzustellen, zu sagen, wie man heißt und woher man kommt. Oder wie man einem Arzt sagt, wo es wehtut. Zum Unterrichtskonzept gehört es auch, dass die Schüler ihre Lehrerinnen bei Alltagsproblemen um Rat fragen können.

Was das Schwierigste am Deutschen ist, wird eine der Schülerinnen gefragt. "Die Artikel - der, die, das", sagt sie prompt. "Was ist richtig? Ich weiß nicht."

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