Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Ärger über Bauerzögerung beim Marktplatz

Pattensen Ärger über Bauerzögerung beim Marktplatz

Seit Monaten wird an der Süd- und der Markstraße gebaut. Der Wochenmarkt ist seit einem Monat vom Herzen der Altstadt ins Gewebezentrum verlegt, doch am Marktplatz haben die Arbeiten noch gar nicht begonnen. Die Klagen der Geschäftsleute, Kunden und Anlieger nehmen zu, aber auch die Stadt ist frustriert.

Voriger Artikel
200 Teilnehmer beim letzten Wandertag in Pattensen
Nächster Artikel
Kunst entsteht auch bei Fahrradtouren

Die Arbeiten in der Altstadt wie an der Marktstraße (Bild) und der Südstraße werden zur Dauerbaustelle - und zum Ärgernis.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die Arbeiten sind Teil der öffentlich geförderten Altstadtsanierung. Zudem werden im Auftrag der Stadt die Kanäle erneuert. Eine Geschäftsfrau kritisierte, dass die Stadt die Anlieger nicht besser informiert. Sie habe Probleme, ihren auswärtigen Kunden den Weg zu ihrem Geschäft zu beschreiben, weil sie oft selbst nicht wisse, welche Straße gesperrt sei. Eine andere beklagte, dass plötzlich das Wasser für mehrere Stunden abgestellt war. Ihre Geschäftspartner hätten zudem Probleme, einen Parkplatz zu finden. Mehrere Anlieger wollen beobachtet haben, dass die Baustellen oft halbe Tag lang verwaist daliegen. Außerdem würden die gleichen Stellen oft mehrmals auf, wieder zu und dann wieder aufgegraben. CDU-Ratsmitglied Manfred  Presuhn fasste die häufigsten Fragen an ihn von Bürgern jetzt im Bauausschuss so zusammen: "Warum dauert das so lange, und warum arbeiten da so wenige?"

Jörg Hinrichsen vom städtischen Sachgebiet Tiefbau sagte: "Es ist unheimlich schwierig. Es ist der engste Bereich,  den man sich vorstellen kann.". Er räumte ein, dass es Probleme und erhebliche zeitliche Verzögerungen gebe. Ein Hauptproblem seien die archäologischen Funde, die unter der Aufsicht der Region gesichert werden mussten. Gerade vor der Bäckerei und der Fleischerei an der Südstraße hätten die Fachleute interessante Entdeckungen gemacht, die über das frühere Gesicht der Altstadt Auskunft geben. Die Stadtverwaltung habe mit archäologischen Funden gerechnet, die Dauer der Sichtungsarbeiten aber wohl unterschätzt. "Und die  Bauleute konnten nicht richtig arbeiten", sagte Hinrichsen. Sie hätten versucht, an einer anderen Stelle tätig zu werden. Zeitweise habe die Baufirma ihre Mitarbeiter auch abgezogen, um sie an einem anderen Ort einzusetzen.

Dazu kamen laut Hinrichsen andere unerwartete Schwierigkeiten. "Es wurde eine alte Wasserleitung gefunden, die einfach gekappt wurde, die aber noch unter Druck stand." Diese Leitung sei nirgends dokumentiert gewesen - "und der Bagger hat sie einfach gerissen". Und dann sei da noch die teilweise marode Bausubstanz der historischen Häuser rund um den Markt. "Ein Haus musste abgestützt werden, mit Holzbalken", berichtete Hinrichsen. Es gehe jetzt mit der  Pflasterung der Marktstraße weiter. Aber die Arbeiten, und auch später die Arbeiten am Marktplatz, müssten sehr vorsichtig ausgeführt werden, "wegen der gefährdeten Gebäude". Der Erste Stadtrat Axel Müller sagte, die Stadt dokumentiere den Zustand der Gebäude und bereits bestehende Schäden. Im Hinblick auf Klagen über die Dauerbaustelle sagte er, er könne die Kritik der Anlieger nachvollziehen.  

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Pattensen
doc6sna48gkuzcp0mb5dfd
Obstbaumreihe bereichert Koldinger Feldmark

Fotostrecke Pattensen: Obstbaumreihe bereichert Koldinger Feldmark