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Alle Anlieger müssen zahlen

Pattensen Alle Anlieger müssen zahlen

Im Zuge der Altstadtsanierung werden für die Anlieger Ausgleichsbeträge fällig, mit denen die Wertsteigerungen der Grundstücke abgegolten werden. Wie hoch diese ungefähr sein werden, steht jedoch nicht fest. Einige Anlieger machen sich daher Sorgen.

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Nach dem Abschluss der Altstadtsanierung lässt das Rathaus den Bodenendwert neu berechnen.

Quelle: Symbolbild

Pattensen. „Die Höhe in anderen Kommunen lässt keinerlei Rückschlüsse auf Pattensen zu“, sagt der Erste Stadtrat Axel Müller. Es gäbe keine Ober- oder Untergrenze bei der Wertsteigerung. „Es wäre unseriös, eine Zahl zu nennen, die am Ende nichts mit der Realität zu tun hat.“ Den Ausgleichsbetrag bezahlen müssen alle, die innerhalb des vom Rat festgelegten Sanierungsgebiets Eigentum haben - unabhängig davon, ob vor ihrer Haustür saniert wurde oder nicht.

Dezernatsleiterin Karin Wolters vom Katasteramt in Hannover erläutert, wie die Ausgleichsbeträge berechnet werden. Ein Gutachtergremium ermittelt zunächst die Anfangswerte der Grundstücke. „Das ist der Wert vom Grundstück, wenn eine Sanierung weder beabsichtigt ist noch durchgeführt wird“, sagt Wolters. Nach der Sanierung wird dann der Bodenendwert in einem komplexen mathematischen Verfahren ermittelt. „Dabei wirken sich nur Maßnahmen aus, die den Bodenwert beeinflussen“, sagt Wolters. „Erschließungsmaßnahmen wie Straßenbau wirken sich immer werterhöhend aus.“ Doch sei die Werterhöhung in der Regel wesentlich niedriger als die Kosten, die bei einem normalen Straßenausbau auf die Anlieger zukämen.

Aus Anfangs- und Endwert wird dann der Ausgleichsbetrag berechnet. „Er beträgt in der Regel maximal die Differenz zwischen beiden Werten“, sagt Wolters. Innerhalb einer Stadt sind die Ausgleichsbeträge nie gleich hoch. „Es werden ganz individuelle Werte für die einzelnen Grundstücke erstellt.“ Die Formel sei abhängig von den Anfangswerten. „Ist der Bodenwert niedrig, ist der Ausgleichsbetrag in der Regel auch niedrig“, sagt die Dezernatsleiterin. Sobald die ersten Endwerte erstellt sind, könne abgeschätzt werden, in welchem Rahmen sich die Ausgleichsbeträge in Pattensen bewegen.

Bisher seien jedoch keine Endwerte von der Gemeinde beantragt worden. „Sobald wir den Auftrag kriegen, die bereits sanierten Abschnitte zu bewerten, können wir einen groben Wert abschätzen“, sagt Wolters. Berechnet wird der Endwert erst nach dem Abschluss der gesamten Altstadtsanierung. Bei den vergangenen Errechnungen in Hannover habe die Werterhöhung meist unter zehn Euro pro Quadratmeter gelegen, sagt Wolters. „Ob das in Pattensen auch so ist, kann ich aber nicht abschätzen.“

Lisa Malecha und Kim Gallop

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