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Altstadtsanierung nimmt langsam Fahrt auf

Pattensen-Mitte Altstadtsanierung nimmt langsam Fahrt auf

Die auf gut 10 Jahre angelegte Altstadtsanierung in Pattensen nimmt langsam Fahrt auf. Sie wird mit Geld von Bund, Land und Stadt gefördert. Das Interesse von Privatleuten, die ein historisches Gebäude besitzen, könnte gerne größer sein.

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Gehören spätestens seit der Altstadtsanierung zu den schönsten Ecken der Stadt: die Hagen- (links) und die Mauerstraße.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. 2009 wurde die Stadt Pattensen in das Programm aufgenommen. Es wurde ein Sanierungsgebiet festgelegt, das den historischen Kern der Altstadt umfasst. Die Stadt hat mehrere Straßen sanieren lassen, etwa die Mauer-, Hagen und Steinstraße. Dazu kommt das Herzstück der Altstadt, der Marktplatz, der umfangreich neu gestaltet wurde. Nicht immer gingen diese Veränderungen ohne Protest ab. Mancher Anwohner hatte Sorge, dass künftig in seiner aufwendig neu gepflasterten Straße Parkplätze fehlen. Als 13 Bäume auf dem Marktplatz gefällt wurden, gab es einen Aufschrei. Inzwischen stehen dort neue Bäume.

Die Stadt kann für sanierungswürdige Projekte Förderung beantragen. "Wir hätten das ohne die Förderung wohl nicht so hingekriegt", sagt Stadtsprecherin Andrea Steding. "Die Sanierung hat der Altstadt ein schönes und angemessenes Gesicht verpasst."

Ein positiver Effekt ist, dass die privaten Immobilienbesitzer aufwachen: "Der ein oder andere denkt: ,Wenn die Straße jetzt so schön ist, könnte ich mein Haus auch sanieren.'", sagt Steding. Hausbesitzer mit förderfähigen Projekten können bis zu 40 Prozent Förderung erhalten. Bislang sind etwa 40 Projekte abgeschlossen oder noch in Arbeit. In diesem Jahr sind schon Verträge über neun Sanierungen geschlossen worden, die Fördersumme beträgt insgesamt rund 150.000 Euro. Betreut werden die Bauherren von Erich Neßlage vom Sanierungsträger BauBeCon und Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Die Vorhaben reichen nach Auskunft von Steding von einer Kernsanierung bis zur Sanierung einer Treppe, eines einzelnen Dachs oder einer ganzen Scheune. Bevor der erste Stein oder Balken angefasst wird, hat auch der Denkmalschutz ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. "Denkmalschutz ist ein Punkt, wo sich die Leute Sorgen machen", hat Steding beobachtet. "Man kann eben nicht alles machen, was man möchte."

Das wisse die Stadt nur zu gut, die derzeit die Dammstraße sanieren lässt. Dort sollten eigentlich Bäume gepflanzt werden, doch das hat der Denkmalschutz verhindert. Weil dort auch früher keine waren, dürfen dort aus Denkmalschutzsicht keine Bäume hin. So wie im Falle der Dammstraße - wo nun nostalgische Laternen und Büsche geplant sind - werde sicher auch mit privaten Sanierern ein guter Kompromiss gefunden, meint Steding. "Fragen kostet erstmal nichts. Wir freuen uns über jeden Interessenten."

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Der Marktplatz, das Herzstück der Altstadt, ist saniert, aber es fehlt noch die Bauabnahme.

Quelle: Kim Gallop
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