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Mann verletzt Frau bei Streit um Kleingeld

Pattensen / Springe Mann verletzt Frau bei Streit um Kleingeld

Ein 44-Jähriger und seine damalige Lebenspartnerin hatten sich im April dieses Jahres in der gemeinsamen Wohnung in Pattensen um Kleingeld für den Kauf von Alkohol gestritten. Jetzt musste sich der Mann wegen versuchten Raubes und Körperverletzung im Springer Amtsgericht verantworten.

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Das Amtsgericht Springe.

Quelle: Andreas Zimmer

Pattensen / Springe. Der Streit enbrannte um wenige Euro. Ein Schöffengericht verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 1600 Euro.

Sowohl der 44-Jährige als auch seine acht Jahre ältere Ex-Partnerin standen unter erheblichem Alkoholeinfluss, als es zu der Auseinandersetzung kam. „Sie hatte mir mein Kleingeld aus dem Portemonnaie genommen, das wollte ich mir wiederholen“, erklärte der Angeklagte. Er habe seiner Partnerin deshalb deren Börse weggenommen. Dabei könne sie am Hals durch den Reißverschluss des Portemonnaies gekratzt worden sein, räumte der Mann ein. Mit dem Geld habe er Alkohol kaufen wollen.

Seine damalige Freundin stellte die Situation dramatischer dar. Sie sei im Bett gewesen, als ihr Ex-Partner von ihr Geld verlangte. Darauf habe sie gesagt: „Ich habe nichts, geh bitte raus.“ Ihre Börse hatte sie unter dem Körper versteckt. Schließlich habe er sich auf sie geworfen und sie in den Schwitzkasten genommen. Dann habe er ihr das Portemonnaie gewaltsam weggenommen.

Auf die Frage der Vorsitzenden Richterin, wie viel Geld sich denn in der Börse befunden habe, sagte die Zeugin. „Die Erinnerungen sind verschwommen, das weiß ich nicht“. Sie schloss aber nicht aus, dass nach dem Streit drei Euro gefehlt haben könnten. Ob sie denn diese Summe zuvor aus dem Portemonnaie ihres damaligen Freundes genommen habe, wollte die Richterin wissen. „Er hat doch in voller Montur auf seinem Geld geschlafen, da wäre ich gar nicht dran gekommen“, sagte die 52-Jährige.

„Wir hatten beide Probleme mit dem Trinken“, gab der Angeklagte zu. Die beiden hätten sich auch während einer Therapie kennengelernt. „Sie müssen weg vom Alkohol“, mahnte die Strafrichterin.
Das Paar hat sich kurz nach dem Vorfall getrennt. Beide sind in andere Wohnorte gezogen.

Das Schöffengericht ließ den Anklagevorwurf des Raubes fallen und verurteilte den 44-Jährigen wegen Nötigung und Körperverletzung zu 40 Tagessätzen zu je 40 Euro.

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Von Redakteur Annegret Brinkmann-Thies

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