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Anlieger sind gegen Baugebiet

Jeinsen Anlieger sind gegen Baugebiet

Der Ortsrat Jeinsen hat am Mittwochabend empfohlen, dass die Stadt Pattensen einen städtebaulichen Vertrag mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) abschließt. Anlieger in Jeinsen kündigen Widerstand gegen das geplante Baugebiet an der Straße Zum Holze an.

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Auf den Wiesen an der Straße Zum Holze soll das neue Baugebiet für Jeinsen entstehen.

Quelle: Kim Gallop

Jeinsen. Die Entscheidung des Ortsrats fiel mit großer Mehrheit. Auf den bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen an der Straße Zum Holze könnten 20 Häuser Platz finden. Wie der Erste Stadtrat Axel Müller während der Sitzung am Mittwochabend erläuterte, will die NLG die Baugrundstücke in eigener Regie vermarkten und würde die Kosten für die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplans übernehmen.

Die Unabhängigen von UWJ und UWG hatten bereits schriftlich Fragen gestellt, die Müller in der Sitzung beantwortete. Die Unabhängigen schlagen vor, die Fläche nicht als Allgemeines Wohngebiet, sondern als Dorfgebiet auszuweisen. Sie fürchten, dass es sonst Konflikte wegen der Landwirte gibt, die regelmäßig auf ihre an das Baugebiet angrenzenden Felder fahren müssen. Das werde geprüft, sagte Müller. Die Unabhängigen schlagen weiter vor, für das Maß der baulichen Nutzung den Faktor 0,2 zu nehmen. Davon riet Müller dringend ab. Er empfehle mindestens Faktor 0,3, dann könne ein Drittel der Fläche bebaut und versiegelt werden. Bei der Berechnung würden neben dem Hauptgebäude auch Gartenhäuser, Garagen und Zufahrten mit einbezogen, warnte er.

Als die Zuhörer zu Wort kamen, kündigte eine Anwohnerin Widerstand gegen das Baugebiet an. Sie will sich dagegen wehren, dass sie für die Erschließungskosten der Straße Zum Holze heran gezogen wird. Sie habe bereits gezahlt, als in den 1970-er Jahren das erste Wohngebiet ausgewiesen wurde. Zudem sei sie Anliegerin der Stichstraße, nur ihr rückwärtiges Grundstück grenze an die Straße. Müller erläuterte, dass jeder Eigentümer beitragspflichtig sei, dessen Grundstück an die ausgebaute Straße grenzt. Er ergänzte, jeder habe die Möglichkeit, bei der vorgezogenen Bürgerbeteiligung und bei der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans seine Einwände vorzubringen.

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