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Klagen über Lärm von Umgehungsstraße

Pattensen-Mitte Klagen über Lärm von Umgehungsstraße

Ein Paar, das im Baugebiet Pattensen-Mitte-Nord lebt, klagt über Lärmbelästigung durch die Umgehungs- oder Entlastungsstraße. Die Anlieger fordern eine Tempobeschränkung und Schallschutz. Die Stadt Pattensen sieht dafür keine Veranlassung, kündigt aber eine Überprüfung an.

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Anlieger an der Entlastungsstraße am Baugebiet Pattensen-Mitte-Nord (K226) leiden unter dem Verkehrslärm.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Das Paar lebt seit Oktober 2015 in einem Haus an der Warschauer Straße direkt bei der Umgehungsstraße, der Kreisstraße 226. Auf dieser ist Tempo 70 erlaubt. Nach Angaben der Anwohnerin wird das Tempo von beinahe allen Autofahrern "weit überschritten". "Die Lärmsituation macht krank." Die Anwohner fordern, dass die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer in der Stunde gesenkt wird. Außerdem sollten Tempomessungen durchgeführt und am besten ein Blitzer fest installiert werden. Zudem wünschen sich die Neubürger eine Schallschutzmauer antlang des Wohngebiets.

Die Anwohner machen sich auch Gedanken um die Verkehrssicherheit. Für Autofahrer, die von der Pariser Allee auf die K226 fahren, sei es wegen der Hecken links und rechts schwer zu sehen, ob ein Radfahrer kommt. Dort sollte eine Ampel oder ein Kreisel gebaut werden.

Stadtsprecherin Renate Riedel, der ein Schreiben der Anlieger vorliegt, reagierte verwundert auf die Vorschläge. Die Straße, die vor 12 Jahren gebaut wurde, sei von vorne herein als Entlastungsstraße geplant gewesen. Die Grundstückspreise seien günstiger, je näher die Flächen an der Straße liegen. Ziel sei es, den Verkehr aus der Innenstadt zu halten. Dieses Ziel verfolge die Stadt weiter, wenn im Zuge der Altstadtsanierung die Dammstraße umgestaltet und verkehrsberuhigt wird.

Die Kreisstraße sei inzwischen im Besitz der Region, doch die Stadt werde keine entsprechenden Anträge stellen. "Die Stadt will das Befahren der Entlastungsstraße nicht unattraktiver machen", sagte Riedel am Mittwoch. Deshalb sei weder eine Tempobegrenzung auf 50 geplant noch Ampel oder Kreisverkehr. Sie sagte allerdings zu, dass die Stadt mit dem Seitenradarmessgerät - das Temposünder nicht blitzt - die Anzahl der Autos und die gefahrenen Geschwindigkeiten messen will.

Nach Angaben von Riedel wurden vor dem Aufstellen des Bebauungsplans Schallschutzgutachten erstellt. Den Gutachtern zufolge ist kein Lärmschutz notwendig. Deshalb sei dort auch nichts geplant. Die Gefahrenstelle an der Pariser Allee war schon mehrfach Thema im Ortsrat. Die Stadt wolle dort Markierungen auf der Fahrbahn aufbringen, damit Autofahrer besser auf kreuzende Radfahrer achten.

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