Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Erste Flüchtlinge ziehen vor Weihnachten ein

Pattensen-Mitte Erste Flüchtlinge ziehen vor Weihnachten ein

Der erste Abschnitt des neuen Wohnprojekts für Flüchtlinge an der Koldinger Straße in Pattensen-Mitte soll im November fertig gestellt werden. Noch vor Weihnachten können die ersten Flüchtlinge dann in 36 der rund 50 Quadratmeter großen Wohnungen einziehen.

Voriger Artikel
"Welche Verkehrsprojekte sind am dringlichsten?"
Nächster Artikel
Grundstücksbesitzer dürfen wieder bauen

Eckhard Struß (links) und ein Bauarbeiter besichtigen die Baustelle an der Koldinger Straße.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen-Mitte. Auch wenn die Zahl der eintreffenden Flüchtlinge abnimmt: Der Bedarf an Wohnraum sei immer noch da, sagt Pattensens Stadtsprecherin Andrea Steding. Einige der bestehenden Unterkünfte seien auch nicht optimal, häufig etwas zu klein. "Die neuen Wohnungen bieten dann genug Platz für vierköpfige Familien", sagt sie. Die Wohnungen sollen zunächst für 13 Jahre von Flüchtlingen bewohnt werden, anschließend können dort auch Bürger mit geringem Einkommen einziehen.

Insgesamt wird das vom Hemminger Unternehmen Nobis-Hof entwickelte Projekt 56 Wohnungen bekommen, wie Geschäftsführer Eckhard Struß erläutert. Der erste Abschnitt mit 36 Wohnungen soll im November fertig sein, der zweite und letzte im Februar 2017.

Die Wohnungen werden barrierefrei sein und auch den energetischen Standards entsprechen. "Es wird zum Beispiel keine klassische Heizung mehr eingebaut. Sämtliche Wohnungen werden mit Fußbodenheizungen erwärmt", sagt Struß. Diese schaltet sich automatisch aus, sobald das Fenster aufgemacht wird, so dass nicht unnötig geheizt wird. Zudem muss nach der Dusche auch kein Wasser mehr im Bad aufgewischt werden, weil dieses durch die Wärme der Fußbodenheizung verdampft.

In der nächsten Woche soll auf dem Gelände eine sogenannten "mobile Baustelle" installiert werden. "Diese ist in dieser Form in Deutschland bislang einmalig. Sie gibt uns die Möglichkeit, die Leichtbauwände vor Ort zu produzieren", sagt Struß. Da auf das Anliefern der Wände und damit viele Lastwagenfahrten verzichtet werden kann, spare dies Geld und verringere gleichzeitig den CO2-Ausstoß.

Für Fragen rund um das Projekt wird von jetzt an ein sogenannter Infopoint auf dem Gelände an der Koldinger Straße jeden ersten Freitag im Monat von 12 bis 13 Uhr geöffnet sein. Dort werden Struß und Vertreter der Stadtverwaltung für Fragen zur Verfügung stehen. Fachbereichsleiter Jörg Laszinski sagt, dass sich jeder Bürger unter der Nummer (05101) 100 10 auch telefonisch an das Rathaus wenden kann. "Wenn es einen großen Bedarf gibt, können wir auch außer der Reihe sicherlich nochmal einen Termin vor Ort organisieren", sagt Laszinski.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Pattensen
doc6so7mh4fynorbmab11s
Gala für schwerkranke Kinder geplant

Fotostrecke Pattensen: Gala für schwerkranke Kinder geplant