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Auto fährt in Radrennfahrergruppe – drei Verletzte

Pattensen Auto fährt in Radrennfahrergruppe – drei Verletzte

Zwei Teilnehmer der Landesmeisterschaft im Rad-Einzelzeitfahren sind am Sonntagmittag in Pattensen-Reden schwer verletzt worden, als ein 68 Jahre alter Fahrer eines Audi TT auf der Radrennstrecke mit insgesamt vier Sportlern zusammengestoßen war. Ein weiterer Radrennfahrer wurde dabei leicht verletzt.

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An dieser Straßenecke ereignete sich der folgenschwere Unfall.

Quelle: Zimmer

Pattensen. Einen Tag nach dem schweren Unfall be dem Einzelzeitfahren in Reden sitzt der Schock beim Radsportverein Pattensen als Ausrichter noch tief. Am Sonntagmittag ist ein Autofahrer falsch abgebogen. Auf der Radstrecke kollidierte sein Wagen mit vier Radfahrern.

Ein 46-Jähriger aus Hemmingen sowie ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Helmstedt wurden schwer verletzt. Bei einem ist die Achillessehne gerissen, der andere hat Verletzungen an den Schulterblättern von sich getragen. Sie sind weiter im Krankenhaus und fallen für die Saison aus. Ein 40-jähriger Radfahrer aus Hannover wurde leicht verletzt und konnte nach einer ambulanten Behandlung das Krankenhaus am Nachmittag verlassen. Ein 41-jähriger Hannoveraner blieb unverletzt.

Der Unfall ereignete sich gegen 12.30 Uhr. Ein 68-Jähriger aus Eckernförde (Schleswig-Holstein) kam nach Polizeiangaben aus Koldingen und fuhr auf der Landstraße, das ist die Ortsdurchfahrt, durch Reden. Kurz vor der Kurve mit der Pattenser Straße (K223) hielt ihn ein Verkehrslotse an und machte ihn auf das Rennen aufmerksam. Er sollte nach rechts auf die Redener Straße (K224) in Richtung Harkenbleck abbiegen. Der 68-Jährige bog mit seinem Audi TT aber nach links auf die Pattenser Straße ab, wo er schon nach etwa 100 Metern mit den Radfahrern zusammenstieß.

Zwei Beobachter erlitten Schock

Bis zu zehn Zuschauer hatten an der Unfallstelle das Rennen beobachtet und mussten mitansehen, wie Auto und Radfahrer zusammenstießen. Zeugen berichten von lauten Schreien.

Der Verkehrslotse und eine Frau, die nahe der Unfallstelle als Streckenposten tätig war, erlitten einen Schock. Sie seien sofort durch andere Lotsen ausgetauscht worden, erläuterte Wilfried Holste, Vorsitzender des Radsportvereins Pattensen. Das Rennen wurde unterbrochen.

Der Niedersächsische Radsportverband bedauert, dass die ansonsten „großartige Meisterschaft“ durch einen Unfall überschattet wurde. „Es ist tragisch. Wir drücken die Daumen, dass es den Sportlern der Seniorenklasse 2 und 3 bald wieder gut geht“, teilte der Verband mit. In der Regel würden die meisten Straßen für Rennen voll gesperrt, aber es müsste eben auch, wenn es möglich sei, der Durchgangsverkehr die Rennstrecken passieren können. Am Sonntagmorgen habe die Polizei einige Autos von Falschparkern auf der Rennstrecke entfernen lassen. Das Rennen habe aber trotzdem pünktlich um 9 Uhr starten können. Die gestürzten Fahrer seien alle in der Wertung ihrer Gruppe eingestuft worden, also auf Platz 8. 

Die Polizei schätzt den Schaden an den Rennrädern und dem Auto auf 15.000 Euro.

zi/sbü

Interview mit Wilfried Holste, Vorsitzender des RSV Pattensen

"Für die Radfahrer war die Strecke attraktiv"

Eigentlich war das Radrennen gar nicht auf der Route Reden und Harkenbleck geplant. Stimmt das?

Ja. Der erste Plan war die Strecke Pattensen-Hiddestorf-Lüdersen-Bennigsen-Hüpede-Pattensen, aber in Gestorf wird eine Kreuzung für eine Ampelanlage umgebaut. Der zweite Plan war für Holtensen bei Eldagsen. Dieser musste wegen Feierlichkeiten aufgegeben werden. Als Notplan konnte in der kurzen Zeit der Kurs Harkenbleck-Reden-Harkenbleck genehmigt werden.

Wie haben die Radfahrer die Strecke bewertet?

Für sie war sie attraktiv. Ein Unfall kann immer passieren, es ist eben ein Straßenrennen. Künftig ist es aber besser die Straßen komplett zu sperren und Umleitungen einzurichten. Viele können zwar ein Auto steuern, aber richtig fahren können sie nicht.

Hat der Radsportverein Pattensen schon einmal Niedersächsische Landesmeisterschaften ausgerichtet?

Ja, das war vor vier Jahren in Eldagsen und Gestorf. Alles ging gut.

Wann ist das nächste Rennen?

Das Bundesliga-Sichtungsrennen für die 16- bis 18-Jährigen wird im September in Holtensen bei Eldagsen sein. Das wäre dann das sechste Mal und es ist immer wie ein kleines Volksfest. Für mich wird es ein besonderes Rennen.

Warum?

Ich bin 76 Jahre alt und ziehe mich dann aus der Organisation solcher Rennen zurück. Der Entschluss stand aber schon lange vor dem Unfall am Sonntag fest.

 Interview: Andreas Zimmer

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