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BI wünscht sich mehr Infos von Tennet

Jeinsen BI wünscht sich mehr Infos von Tennet

Der Stromnetzbetreiber Tennet habe in Sachen SuedLink dazu gelernt, sagen Dieter Alm und Gert Bindernagel von der Bürgerinititative (BI) Jeinsen. Allerdings fehle immer noch eine regelmäßige Information von BIs und Anwohnern.

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Komplizierte Materie: Dieter Alm (links) und Gert Bindernagel zeigen eine Gesetzeskarte für das Energieversorgungssystem, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie heraus gegeben hat.

Quelle: Kim Gallop

Jeinsen. Die BI Jeinsen setzt sich dafür ein, dass die geplante Stromtrasse SuedLink unterirdisch als Erdkabel geführt wird - bei Jeinsen ebenso wie an anderen Orten. Als ein Beispiel für die intransparente Informationspolitik von Tennet führt Alm den neusten sogenannten kommunalpolitischen Rundbrief an: Diese Information zu dem Planungsfortschritten ging nur an Bürgermeister und Ländräte, aber nicht an die zahlreichen BIs, die sich mit SuedLink beschäftigen. "Man erfährt nur durch Zufall etwas", kritisiert Alm, "oder durch gute Kontakte."

Da die Jeinser über gute Kontakte verfügen, können sie sich auch inhaltlich zu dem Rundbrief äußern. Sie begrüßen, dass Tennet jetzt in die Streckenplanung für einen "möglichst gradlinigen Erdkabelverlauf" einsteigt, wie es bei Tennet heißt. Die Kosten eines möglichst geraden Erdkabels sollten mit der ursprünglich geplanten und kurvig verlaufenden Hochleitung "in etwa vergleichbar sein", schätzt Alm.

Die BI Jeinsen hat ihre Mitglieder zudem über das überarbeitete Positionspapier der Bundesnetzagentur (BNetzA) zum gesetzlichen Erdkabelvorrang informiert. Bindernagel war für die BI in Bonn zur Methodenkonferenz der BNetzA dabei und hat anschließend eine Stellungnahme an die BNetzA verfasst.

Bindernagel lobt, dass auch bei besonderen landschaftlichen Gegebenheiten - etwa einem geschützten Moor - der Erdkabelvorrang bestehen bleibt und nicht einfach zur Freileitung gewechselt werden darf. Genau dass habe die BI gefordert: dann müsse das Erdkabel eben um das Moor herum geführt werden.

Leider wurde ein wichtiger Wunsch der Jeinser gar nicht beachtet: eine Abstandregelung für Erdkabel von mindestens 50 Metern bis zur Grenze eines privaten Grundstücks und mindestens 80 Metern zur Wohnbebauung. "Es ist uns aufgefallen, dass es zu Erdkabeln keine offizielle Abstandregelung gibt", sagt Bindernagel. Es bleibt also noch einiges zu tun für die BIs.

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