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BI will Landwirte über Suedlink informieren

Jeinsen BI will Landwirte über Suedlink informieren

Die Bürgerinitiative (BI) Jeinsen lässt in Sachen Suedlink nicht locker und wünscht unter anderem verlässliche Informationen für Landwirte. Es geht um die Folgen für Ackerflächen, wenn die Stromtrasse als Erdkabel geführt wird

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Die BI Jeinsen wünscht - auch im Namen vieler Landwirte - mehr Informationen zur Qualität der Böden bei Erdverkabelung.

Quelle: Kim Gallop

Jeinsen. Dieter Alm und Gerd Bindernagel von der BI schlagen vor, dass bei einer öffentlichen Veranstaltung für Landwirte aus der Region Hannover deren Berufskollegen aus dem Emsland oder Schleswig-Holstein über ihre Erfahrungen berichten. In diesen Bundesländern gibt es Ackerflächen, in denen seit 2009 von den Offshore-Anlagen verlegte 320-KV-Erdkabel vorhanden sind. Die Eigentümer könnten von den Auswirkungen auf die Bewirtschaftung und Erträge sowie über die vertraglichen Grundlagen berichten. Offen sei nach wie vor auch die Entschädigungsfrage für die betroffenen Landwirte, ergänzte Alm. Bei der Organisation der Veranstaltung wäre aus Sicht der BI Jeinsen der Landvolkverband gefordert.

Die Fragen zur Bodenqualität waren Anfang Juni in Wülferode bei einer überregionalen Veranstaltung zum Stromnetzausbau diskutiert worden. Nach Aussage von Bindernagel konnten Experten des Stromkabelherstellers ABB und des Stromnetzbetreibers Tennet nicht schlüssig beantworten, ob die Temperatur an der Erdoberfläche über dem 320- oder 525 KV-Kabel tatsächlich 0°, 3° oder mehr Grad Celsius beträgt.

Auf dem Podium saßen Anfang Juni Martin Bäumer (Umweltpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion), Tjark Bartels (Landrat Hameln-Pyrmont), Axel Priebs (Leiter Dezernat für Umwelt der Region Hannover) und Bernd Rödel (Bezirksbürgermeister Bemerode-Kirchrode-Wülferode). Eingeladen hatten die SuedLink Bürgerinitiative Wülferode und das Bündnis von aktuell 20 Bürgerinitiativen in Niedersachsen für eine menschen- und umweltverträgliche Energieversorgung (BüBiNi).

Die Politiker aus der Runde und im Publikum betonten, dass der Erdkabelvorrang vor Allem durch den Widerstand der Bürger gekommen sei. Jetzt gehe es darum, nicht das Verfahren zu beschleunigen, sondern mit sorgfältiger Planung und breiter Beteiligung Akzeptanz zu schaffen.

Tennet sucht derzeit nach Kriterien und deren Gewichtung für den Trassenvorschlag. Jetzt sei es wichtig, weiterhin wachsam zu sein und wenn nötig Einfluss zu nehmen, "denn die Ergebnisse werden bereits im Herbst erwartet", erklärte Alm.

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