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CDU lehnt Schützenplatz für Neubau ab

Pattensen CDU lehnt Schützenplatz für Neubau ab

Neubau oder Sanierung? Noch immer gehen die Meinungen von Pattensens Politikern über die Zukunft der Grundschule in Pattensen-Mitte auseinander. Einstimmig wurde im Bauausschuss allerdings empfohlen, dass die geplanten Kosten von 6,4 Millionen Euro im Nachtragshaushalt erhalten bleiben sollen.

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Noch ist die Zukunft der Grundschule Pattensen nicht entschieden.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. "In der Diskussion des Arbeitskreises Haushaltskonsolidierung hat sich gezeigt, dass die Argumente für einen Neubau in pädagogischer, finanzieller und funktioneller Hinsicht überwiegen." Das sagte der Erste Stadtrat und Fachbereichsleiter der Bauverwaltung, Axel Müller, in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend. Einen Tag zuvor hatte der Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung nicht öffentlich getagt. Die bisherigen Planungskosten für die Sanierung in Höhe von rund 450.000 Euro seien im Fall eines Neubaus allerdings verloren, sagte Müller.

Georg Thomas (CDU) gehört diesem Arbeitskreis an und sagte: "Es gibt noch zu viele offene Fragen. Wir wissen zum Beispiel gar nicht, ob es mit dem Boden am Schützenplatz nicht ähnliche Probleme gibt wie bei dem Standort der Grundschule an der Marienstraße." Der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Ohlendorf hatte den Schützenplatz als möglichen Standort für einen Neubau genannt. Das war in der Podiumsdiskussion über die Grundschule vor zwei Wochen vor mehr als 100 Besuchern im Ratskeller. Müller sagte, dass dies lediglich ein Vorschlag gewesen sei. Die Verwaltung habe noch keinen speziellen Standpunkt auserkoren. "Wir sollten die Frage des Standorts zu diesem Zeitpunkt noch neutral betrachten", sagte er.

Jörg Walkowiak (SPD) widersprach. "Wir müssen einen Standpunkt im Auge haben, bevor wir entscheiden, ob es einen Neubau geben soll. Die Konsequenzen einer Standortverlegung sollten uns bewusst sein", sagte er. Der Ratsherr, der bei der Region Hannover im Fachbereich Schulen arbeitet, wies auch darauf hin, dass der bestehende Raumplan für die Sanierung der Schule nicht übernommen werden könne. Dieser müsse für einen Neubau erneut geplant werden.

Thomas stimmte Walkowiak zu und wies darauf hin, dass bisher auch kein anderer geeigneter Standort zur Sprache gekommen sei. Matthias Wiesner (CDU) sagte, dass es unglücklich sei, ein Neubaugebiet im Norden anzulegen und die Schule dann im Süden zu bauen. Schließlich gelte das Motto "Kurze Wege für kurze Beine". Müller sagte, dass die Wege im Stadtteil Pattensen-Mitte alle überschaubar seien. "Einige Kinder werden immer einen etwas längeren Weg haben als andere."

Ein Besucher wies darauf hin, dass der Schützenplatz nicht nur von den Schützen, sondern auch von anderen Vereinen genutzt werde. "Ich bitte die Politik eindringlich, das kulturelle Leben in Pattensen nicht zum Erliegen zu bringen", sagte er. Der Vorsitzende des Ausschusses, Heinrich Lindenberg (CDU), verließ seine moderierende Rolle in der mehr als zweistündigen Sitzung nur einmal und sagte: "Mit unserer Fraktion wird es einen Neubau auf dem Schützenplatz nicht geben." Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Jonas Soluk meldete sich nach der Sitzung bei dieser Zeitung und sagte: "Auf der Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Informationen präferieren wir eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Gebäudes."

Die CDU ist mit 12 Sitzen die größte Fraktion im Rat. Die SPD-Fraktion (9 Mitglieder) und die UWG/UWJ-Gruppe (4) scheinen allerdings mehrheitlich eher für einen Neubau zu sein. Die Bündnisgrünen (3) und die Freien Wähler (2) halten sich bisher noch zurück.

Einheitlich stimmten die Ausschussmitglieder für den CDU-Antrag, dass die geplanten Kosten von 6,4 Millionen Euro im Nachtragshaushalt bleiben. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, diese komplett in den Haushaltsplan 2018 zu verschieben. Zusätzlich sollen für die Schule im nächsten Jahr 2,5 Millionen Euro und weitere 3,1 Millionen Euro für den Haushalt 2019 eingeplant werden.

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