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Rat regelt Umgang mit Windenergie

Pattensen / Vardegötzen Rat regelt Umgang mit Windenergie

Politik und Verwaltung haben bei der Ratssitzung in Pattensen am Donnerstag einen wichtigen Prozess zum Umgang mit Windenergieanlagen angeschoben. Außerdem wurde die Führung der Freiwilligen Feuerwehr in Vardegötzen neu aufgestellt.

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Stadt will mit Festsetzungen vermeiden, dass Windräder - die diese zwischen Pattensen und Hiddestorf - überall hin gebaut werden können.cv

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen / Vardegötzen. Zur Diskussion stand die Änderung des Flächennutzungsplans für das gesamte Stadtgebiet von Pattensen in Bezug auf Konzentrationszonen für Windenergieanlage. Der Erste Stadtrat Axel Müller erläuterte, dass der Grund für die Planänderung eine veränderte Rechtssprechung ist. Das könnte zu Problemen führen, wenn ein Windenergiebetreiber den Bau von Anlagen gerichtlich durchsetzen will. "Wenn wir Rechtssicherheit wollen, müssen wir tätig werden", sagte er.

Auch bisher sind im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP), für das die Region zuständig ist, Konzentrationszonen ausgewiesen, wo Windenergieanlagen zulässig sind. Aber wenn - etwa bei Gerichtsverfahren - das RROP keinen Bestand habe, stünde Pattensen ohne Vorranggebiete da. "Das könnte dazu führen, dass solche Anlagen überall genehmigungsfähtig wären", warnte Müller. Um das zu verhindern, sollte der F-Plan überarbeitet werden.

Wegen der Energiewende mit dem Abschalten von Atomkraftwerken und der Förderung regenerativer Energien, müssen Kommunen in gewissem Unfang den Bau von Anlagen zulassen. "Es geht nicht, zu sagen: 'Bei uns keine Windräder mehr!'", sagte Müller. Aber der Bau könne auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Wenn das Verfahren zur Änderung des F-Plans mit dem Ratsbeschluss angestoßen sei, könnten Baugesuche - wie es für ein Windrad westlich von Pattensen aktuell vorliegt - zurück gestellt werden, ergänzte Müller. Die Drucksache wurde vom Rat einstimmig beschlossen.

Ein gutes Dutzend von Feuerwehrleuten in Uniform, die unter den Zuhörern im Ratskeller saßen, verliehen der Ratssitzung  einen besonderen Glanz. Die Kameradinnen und Kameraden waren zu Ehren von Rolf Heimann erschienen. Heimann wurde von Bürgermeisterin Ramona Schumann und dem Rat aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen, wie es offiziell heißt. Er war nach 40 Jahren in der Feuerwehrführung von Vardegötzen - darunter 22 Jahre als Ortsbrandmeister - nicht wieder zur Wahl angetreten. 

"Damit endet eine Ära", sagte Schumann, die Heimann auch im Namen von Rat und Verwaltung für die "Zeit, Kraft und Energie" dankte, die er über so viele Jahre in das Ehrenamt investiert hatte. Gleichzeitig wurde Dieter Ramrath zum neuen Ortsbrandmeister von Vardegötzen ernannt. Er war zuvor Stellvertreter, zum neuen Stellvertreter wurde Uwe Bick ernannt. Alle Beschlüsse des Rats waren einstimmig.

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In der Ratssitzung wird Rolf Heimann (von links) verabschiedet, Dieter Ramrath und Uwe Bick  werden von Bürgermeisterin Ramona Schumann ernannt.

cc

Quelle: Kim Gallop
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