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Südlink: BI Jeinsen nimmt symbolisch Abschied

Jeinsen Südlink: BI Jeinsen nimmt symbolisch Abschied

Die Hochspannungstrasse Südlink soll nach den neuen Planungen nicht mehr zwischen Jeinsen und Schulenburg verlaufen. Dennoch begleitet die Bürgerinititative (BI) Jeinsen die Entwicklungen weiter und tauscht sich mit anderen BIs aus. Am Sonnabend nimmt die BI symbolisch Abschied.

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Gert Bindernagel (links) von der BI Jeinsen bespricht mit Mitstreiter Dieter Alm die von Bindernagel ausgearbeitete Alternativtrasse für den Südlink.

Quelle: Kim Gallop (Archiv)

Jeinsen. Die BI Jeinsen wurde im Februar 2014 gegründet. Die Mitglieder haben von Beginn an deutlich gemacht, dass sie nicht gegen die Trasse an sich sind. Allerdings haben sie sich gegen die Beeinträchtigungen durch den Bau von Hochspannungsleitungen gewehrt. Deshalb haben die Aktiven stets gefordert, dass der Südlink unterirdisch geführt wird. Um zu zeigen, dass das auch über viele 100 Kilometer durch Deutschland möglich ist, hatte BI-Mitglied Gert Bindernagel sogar eine eigene Trassenalternative ausgearbeitet.

Bindernagel ist weiterhin aktiv und tauscht sich mit anderen BIs aus. Zuletzt hat er an der Veranstaltung „Erdkabelverlegung & Schutzgut Boden“ der BI Delligsen im Landkreis Holzminden teilgenommen. Als Experte sprach dort unter anderem Rainer Horn, Professor an der Abteilung Bodenkunde der Universität Kiel.

Die möglichen Folgen einer unterirdischen Verlegung von Hochspannungsleitungen werden teilweise als Argument gegen Erdkabel verwendet. Laut Bindenagel waren die wichtigsten Aussagen von Professor Horn, dass jeden Tag in Deutschland eine Bodenfläche von mehr als 100 Fußballfeldern für Baumaßnahmen und ähnliches verloren gehen. Deshalb müsse versucht werden, für künftige Generationen Bodenflächen zu erhalten und zu bewahren. Unterirdische Kabeltrassen führten nicht zu Bodenverlust, wenn die Bodenverhältnisse berücksichtigt werden. So dürften etwa "Moore nicht berührt werden".

Auch muss bei den Baumaßnahmen beachtet werden, wann und mit welcher geeigneten Baumaschine die Arbeit durchgeführt wird und bei welchem Wetter. In Ostfriesland - wo Horn 2011 an einem Erdkabel-Modellversucht beteiligt war - hätten sich die 5-Jahres-Kompensationsmaßnahmen mit den Landwirten bewährt.

Mehr Informationen stehen unter www.bi-jeinsen-pro-Erdkabel.de auf der Homepage.

BI Jeinsen stellt symbolisch die Arbeit ein

Das Unternehmen Tennet legt jetzt der Bundesnetzagentur einen vorläufigen Erdkabelkorridor-Vorschlag vor, eine durchgehende Alternative und weitere mögliche Alternativen für die Südlink-Trasse. Diese Strecken sollen in den kommenden Jahren detailliert untersucht werden. Da das Dorf Jeinsen nicht mehr von dem Projekt betroffen ist, wird sich die Arbeit der BI Jeinsen "nur noch auf eine kritische Begleitung des Vorhabens beschränken" - das teilt die BI mit.

Dies soll mit einem symbolischen Akt verkündet werden. Der vollständige Name der BI Jeinsen enthält den Zusatz "Höchstspannungsleitungen unter die Erde". Das Logo, das an Häusern und Zäunen in Jeinsen zu sehen ist, besteht aus einem Pfeil, der in die Erde zeigt. Zum symbolischen Abschluss soll der große Pfeil an der Feldscheune am Ortseingang aus Richtung Pattensen kommend (Ippenstedter Straße) am Sonnabend, 18. März, um 10 Uhr demontiert werden. "Wir meinen, dass unsere Arbeit außerordentlich erfolgreich war", schreibt die BI. Das soll mit einem kleinen Sektempfang gefeiert werden.

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Mitglieder der BI Jeinsen wollen am Sonnabend das Symbol der Bürgerinitiative von der Scheunenwand am Ortseingang aus Richtung Pattensen abnehmen.

Quelle: Kim Gallop
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