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Schumann stoppt ihre eigene Partei

Pattensen Schumann stoppt ihre eigene Partei

Bürgermeisterin Ramona Schumann hat ihre eigene Partei ausgebremst. Bei der Ratssitzung am Donnerstagabend stimmte die SPD-Politikerin gegen den Antrag der Sozialdemokraten, der Verwaltung einen zweijährigen Einstellungsstopp aufzuerlegen, und steuerte damit die entscheidende Nein-Stimme bei.

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Bürgermeisterin Ramona Schumann stimmte im Rat gegen einen Antrag ihrer eigenen Partei.

Quelle: Dettmer / Symbolbild

Pattensen. Mit großer Mehrheit hat der Pattenser Rat eine Aufstockung des städtischen Personals um sechs Stellen genehmigt. Abgelehnt wurde dagegen ein Antrag der SPD, der Verwaltung die Ausweisung von noch mehr Stellen für die nächsten zwei Jahre zu untersagen. Ausschlaggebend war dabei die Stimme von Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD).

Die zusätzlichen Mitarbeiter sollen unter anderem in den Schulen, aber auch in der Buchhaltung eingesetzt werden. Mehr Arbeit fällt auch im Immobilienmanagement an, das mit der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge stark belastet ist. Außerdem soll die Personalreserve für den Ausgleich von Ausfällen aufgestockt werden.

Die CDU stimme der Stellenvermehrung zu – „aber mit Bauchschmerzen“, erklärte ihr Fraktionsvorsitzender Horst Bötger. Die Probleme in der Verwaltung seien aber nachvollziehbar, sagte er und verwies unter anderem auf die zusätzlichen Belastungen durch den Flüchtlingsstrom. Den Antrag der SPD, in den Stellenplänen für 2016 und 2017 keinen weiteren Zuwachs zuzulassen, lehnte Bötger dagegen ab. Eine solche Festlegung sei nicht nötig, weil der Rat jederzeit Streichungen an den von der Verwaltung vorgeschlagenen Stellenplänen vornehmen könne. Eine grundsätzliche Sperre sei dagegen „rechtlich wertlos“, unterstützte ihn sein Fraktionskollege Heinrich Lindenberg.

Für die SPD vertrat Thomas Vogel dagegen die Auffassung, die Vorschläge der Verwaltung für den Stellenplan seien „in den letzten Jahren sehr reichlich“ ausgefallen. Immerhin seien die Personalkosten der Stadt in den vergangenen fünf Jahren um 1,2 Millionen Euro gestiegen. Während der Stellenplan breite Zustimmung fand, scheiterte der zusätzliche Antrag knapp: Neun SPD-Ratsmitglieder und drei Unabhängige votierten dafür. Doch zu den ebenfalls zwölf ablehnenden Stimmen von CDU, Grünen und Freien Wählern kam noch die von Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) hinzu.

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