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Die Stadt soll ein Jugendparlament bekommen

Pattensen Die Stadt soll ein Jugendparlament bekommen

Für Bürgermeisterin Ramona Schumann ist es „ein Herzenswunsch“: Die Einrichtung eines Jugendparlaments in Pattensen. Sie will sich jetzt vom Rat der Stadt das Votum holen, um eine entsprechende Satzung zu erstellen. Dann könnte möglicherweise bereits 2018 gewählt werden.

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Bürgermeisterin Ramona Schumann stellt sich beim Projekt Pimp Your Town den Fragen der Schüler.

Quelle: Torsten Lippelt (Archiv)

Pattensen. Es war ein konkretes Ereignis, das in Schumann den Wunsch zur Installation eines Jugendparlaments in Pattensen auslöste. Die Stadt hatte noch vor ihrer Wahl zur Bürgermeisterin im Jahr 2014 rund 900 Pattenser Jugendliche gefragt, ob das Jugendzentrum nach der Sanierung der KGS vom Corvinusplatz direkt in das Schulgebäude ziehen soll. 89 Prozent der Schüler sprachen sich dafür aus. Im Rat stimmte jedoch nur die SPD-Fraktion dafür, dass der Umzug in einer Prioritätenliste für optionale Projekte an die erste Stelle gesetzt wird. Damit hatte sich der Umzug vorerst erledigt.

„Für die Jugendlichen muss das wie ein Schuss vor den Bug gewesen sein, der signalisierte, dass ihre Meinung nicht relevant ist“, sagt die Bürgermeisterin, die damals noch Fraktionsvorsitzende ihrer Partei war. Dass die Jugendlichen Interesse an politischer Gestaltung haben, zeigte unter anderem das Projekt Pimp Your Town Ende des vergangenen Jahres. Gemeinsam mit Pattenser Ratsmitgliedern haben Jugendliche dort Ideen zur Gestaltung der Stadt entwickelt und auch die entsprechenden Anträge formuliert. Insgesamt 45 Anträge wird Schumann jetzt auch als Verwaltungsvorlage in die politischen Gremien der Stadt bringen. „Bei mir kam als Feedback an, dass die Jugendlichen zunächst zwar skeptisch gewesen sind, sich dann aber auch in der gemeinsamen Arbeit mit den Ratsmitgliedern sehr wohl gefühlt haben“, sagt Schumann.

Die Bürgermeisterin will sich jetzt zunächst von den Ratsfraktionen ein Votum holen, ob ein Jugendparlament in Pattensen gewünscht ist. Sie würde dann eine entsprechende Satzung erstellen. Die konkrete Gestaltung der Arbeit des Jugendparlaments könne gemeinsam ausgearbeitet werden. „Das Gremium muss ein Minimum an vorgeschriebener Form haben. Doch die bürokratischen Voraussetzungen dürfen den Ideenreichtum der Jugendlichen auch nicht ersticken“, sagt Schumann. Sie weist darauf hin, dass die Jugendlichen sich mit ihren Wünschen auch jetzt bereits an die Ratsmitglieder oder an sie persönlich wenden könnten. Doch der offizielle Status eines Jugendparlaments gebe ihrer Stimme noch mehr Gewicht. Ein Lernprozess für die Jugendlichen werde es sein, dass politische Prozesse lange dauern. „Es wird diskutiert, es wird abgewogen und schließlich eine Entscheidung getroffen“, sagt die Bürgermeisterin.

Geklärt werden müsse unter anderem, wie viele Mitglieder das Jugendparlament haben soll und wie die Wahl möglicherweise bereits 2018 organisiert wird. Offen sei auch noch die Frage, ob Jugendliche, die nicht in Pattensen wohnen, aber in der Stadt zur Schule gehen, an der Wahl teilnehmen dürfen. Schumann kann sich auch vorstellen, den Jugendlichen ein kleines Budget zur Verfügung zu stellen, über dessen Verwendung sie selbst abstimmen können. „Auch hierzu brauche ich das Okay vom Rat“, schreibt sie auf ihrer persönlichen Internetseite buergermeisterin.weebly.com, auf der sie das Projekt bereits kurz vorstellt. Öffentlich besprochen wird das Projekt erstmals in der Sitzung des Ausschusses für Schul- und Bildungsangelegenheiten am Dienstag, 25. April, ab 19 Uhr in der Mensa der Ernst-Reuter-Schule.

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Die Jugendlichen stimmen beim Projekt Pimp Your Town über ein Projekt ab.

Quelle: Torsten Lippelt
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