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Grundschule: CDU wirft SPD Verzögerung vor

Pattensen-Mitte Grundschule: CDU wirft SPD Verzögerung vor

Die CDU-Ratsfraktion wirft der SPD-Ratsfraktion vor, eine Lösung für die Grundschule Pattensen zu verzögern. Die Ideen der Sozialdemokraten hätten zu Zeitverlust und Kostensteigerung geführt. Die SPD weist diese Vorwürfe zurück.

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Machen sich selbst ein Bild von der Grundschule Pattensen: die CDU-Ratsfraktionsmitglieder Martin Jausch (von links), Georg Thomas, Jonas Soluk und Günter Bötger.

Quelle: privat

Pattensen-Mitte. Seit Monaten wird diskutiert, wie es mit der Grundschule an der Marienstraße weiter gehen soll. Sanierung oder gleich ein Neubau? Und wenn Neubau, dann am alten Standort, oder an einem ganz neuen?  Laut der CDU ist insbesondere die von der SPD-Fraktion aufgebrachte Idee, auf dem Schützenplatz eine neue Grundschule zu bauen, bei den dort ansässigen Vereinen auf enormen Widerstand gestoßen und hat "für großen Unmut" gesorgt. Die CDU habe von Beginn an deutlich gemacht, "dass eine Bebauung des Schützenplatzes für sie keine Option ist". Trotzdem sei dieser mögliche Standort in die sogenannte Wirtschaftlichkeitsanalyse einbezogen worden, die die Stadtverwaltung in Auftrag gegeben hat. So habe sich die Vorstellung der Ergebnisse von August auf September verschoben. "Mit Bedauern stellen wir fest, dass der Vorschlag des Neubaus auf dem Schützenplatz weiterhin nicht zurückgezogen wurde und die SPD-Ratsfraktion immer noch mehrheitlich an ihm festhält", sagt Ortsbürgermeister Günter Bötger. "Wir verwahren uns dagegen, dass die Schulgemeinschaft gegen unsere Vereine ausgespielt wird." Auch hinsichtlich anderer Standorte, beispielsweise am Rande des Gewerbegebiets oder hinter der Ernst-Reuter-Schule, seien die CDU Ratsmitglieder skeptisch. "Die Grundschule und die Grundschüler gehören in das Herz unserer Kernstadt und nicht in ein Randgebiet, welches insbesondere auch von den Neubaugebieten aus nur mit langen Umwegen erreicht werden kann", sagt Bötger. Außerdem würde ein neuer Standort auch neue Kosten verursachen.

SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Andreas Ohlendorf weist die Vorwürfe der CDU zurück. Die SPD habe zwar den Schützenplatz als Option ins Spiel gebracht, "aber wir haben es nicht weiter verfolgt". Für diese Idee gebe es keineswegs eine Mehrheit. "Wir machen unsere Entscheidung von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie abhängig", sagt er. Und die Grundschule hinter dem Gewerbegebiet zu bauen, sei "nie eine Option" gewesen. Schon deshalb, weil die Wege für die Schulkinder viel zu lang wären.

Jonas Soluk, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, kritisiert: "Die massiven zeitlichen Verzögerungen haben den Steuerzahler durch Baukostensteigerungen und unnütze Planungsverfahren bereits viel zu viel Geld gekostet." Ohlendorf bestreitet, dass die Ideen der SPD das Projekt Grundschule langwieriger und teurer gemacht hätten. Schließlich sei von der CDU der Prüfauftrag gekommen, auch die Kosten für einen kompletten Neubau zu untersuchen. "Das hat alles verzögert und verteuert."

Die Stadtverwaltung hat schon bekannt gegeben, wie es weitergeht: Die Machbarkeitsstudie, die zuvor den Ratsmitglieder vorliegt, wird im Schulausschuss am 14. September erstmals öffentlich vorgestellt. Nachdem die anderen Gremien beraten haben, entscheidet der Rat der Stadt am 28. September über die Zukunft der Grundschule Pattensen.

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