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Besuchsdienst: DRK-Mitglieder schenken Zeit

Schulenburg Besuchsdienst: DRK-Mitglieder schenken Zeit

Der DRK-Ortsverein in Schulenburg bietet einen Besuchsdienst an. Dabei besuchen geschulte DRK-Mitglieder Senioren oder andere Personen aus der Nachbarschaft. Es geht nicht um Pflege oder Dienstleistungen, sondern um Begegnung, Austausch und Schutz vor Einsamkeit.

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Wollen Zeit schenken: Helga Juretzki (von links), Ulrike Busch und Jutta Zieseniß berichten über den neuen Besuchsdienst des DRK-Ortsvereins Schulenburg.

Quelle: Kim Gallop

Schulenburg. Jutta Zieseniß, die Vorsitzende des Schulenburger Ortsvereins, war 2013 vom DRK der Region eingeladen worden, an der Initiative mitzuarbeiten. Sie nahm an regelmäßigen Treffen in Hannover und Empelde teil, um sich auf die Aufgabe vorzubereiten und dann selbst Ehrenamtliche für Besuchsdienste in Schulenburg zu gewinnen und anzuleiten. Inzwischen gibt es fünf Ehrenamtliche die ein gutes Dutzend Menschen regelmäßig besuchen.

Besucht werden nicht nur Senioren, sondern auch Behinderte, oder andere Personen, die vereinsamen könnten. "Manchmal ist es ein Problem, an die zu Besuchenden ran zu kommen", sagt Zieseniß. Ärzte und andere Pflegepersonen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Ortsvereinsmitglieder verlassen sich auf ihre Lebenserfahrung und ihre vielen Kontakte im Dorf.

"Niemand ist gern allein", sagt Zieseniß. "Wir bieten einen Austausch mit jemand, dem man vertraut." Sie hat zum Pressegespräch Schriftführerin Helga Juretzki und das langjährige Mitglied Ulrike Busch eingeladen, die beide bereits mehrere Senioren in Schulenburg besuchen. Die Kontaktaufnahme sei nicht immer ganz einfach, berichtet Busch. Angehörige sind manchmal skeptisch und machen sich Sorgen, was den Besuchern erzählt wird. "Aber wir sind selbstverständlich zur Verschwiegenheit verpflichtet", betont Busch.

Beide Seiten sollten sich darüber klar sein, was im Mittelpunkt steht: Ganz klar muss sein, dass die Besucherinnen keine Pflege leisten und auch keine Einkaufs- oder Chauffeursdienste. "Wir nehmen uns Zeit und wir schenken unsere Zeit", sagt Zieseniß. Wie die Begegnung gestaltet wird, entscheiden die Beteiligten: Sie unterhalten sich, gehen spazieren oder spielen Karten.

Besucht wird nur, wer das auch wünscht. "Nicht jeder ältere Mensch möchte Besuch erhalten", berichtet Juretzki. Aber das sei der Vorteil des Landlebens: "Wenn man sich dann beim Einkaufen trifft, kann man ja nochmal nachfragen." Dass ihr Einsatz geschätzt wird, das spürt sie. "Und nach einem Trauerfall haben die Angehörigen sich bedankt, dass ich regelmäßig Kontakt gehalten habe", sagt Juretzki.

Jutta Zieseniß, die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Schulenburg, freut sich über Menschen, der beim Besuchsdienst aktiv werden möchte. Melden können sich solche, sich andere besuchen wollen, aber auch die, die sich über regelmäßige Besuche freuen würden. Die Kontaktaufnahme ist per Telefon unter der Nummer (05069) 6385 möglich oder per E-Mail unter drkschulenburg@gmx.de oder hjuretzki@gmx.de.

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