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Bebauungsplan muss geändert werden

Pattensen-Mitte Bebauungsplan muss geändert werden

Damit es im dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord weiter geht, muss der Bebauungsplan geändert werden. So lautet die Empfehlung der Region Hannover, die die Bauaufsicht hat.

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Die Bautätigkeit im dritten Bauabschnitt von Pattensen-Mitte-Nord ist rege.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Zwischen der Stadt Pattensen und dem Bauinvestor Werretal gibt es Streit. Die Leidtragenden sind die Bauherren. Auf der einen Seite existiert der Bebauungsplan (B-Plan), den der Rat der Stadt beschlossen hat. Die 137 Grundstücke werden teils von der Stadt, teils von Werretal vermarktet. Für die Erschließung des gesamten Gebiets ist Werretal zuständig.

Wie im Juni öffentlich wurde, hat der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur andere Grenzen für Baugrundstücke, Wege und Grünflächen vermessen und ins Katasteramt eintragen lassen. Wo Baugrundstücke waren, sind jetzt Straßen oder öffentliche Grünflächen. Wer eine Baugenehmigung hat, darf weiter bauen, neue Genehmigungen werden von der Region aber seit Wochen nicht erteilt.

"Das ist ein unglaublicher Vorgang", sagt eine Bauherrin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Ihr Bauantrag sei zurück gestellt worden, weil sie mit dem geplanten Haus und Garage die Grenzen zur Grünfläche beim Kinderspielplatz nicht eingehalten hatte. "Was soll der Blödsinn?" - so lautete ihre erste Reaktion. Viele Gespräche habe sie seitdem geführt - mit der Region, mit Bürgermeisterin Ramona Schumann, mit Angestellten der Stadt. Dort habe sie einmal zu hören gekriegt: "Wir haben noch mehr zu tun, als uns um die 130 Bauherren zu kümmern." Ihr sei angeboten worden, das Grundstück zurück zu geben. "Aber ich werde nicht vekaufen. Ich will da bauen." Sie hatte gehofft, noch dieses Jahr einziehen zu können. "Alle habe geschlampt. Die sollten sich mal an einen Tisch setzen", sagt sie.

Nach Auskunft von Pattensens Erstem Stadtrat Axel Müller sind von 137 Grundstücken insgesamt 37 von den Vermessungsfehlern betroffen. "Bei einem Großteil wirkt sich das auf die Bebaubarkeit nicht aus." Vier haben eine Baugenehmigung unter "falschen Voraussetzungen", also nach den Festsetzungen des B-Plans. Für drei Grundstücke laufen die Bauanträge und es ist absehbar, dass sie stark betroffen sind und wohl umplanen müssen. Acht Grundstücke sind ebenfalls stark betroffen, aber es wurde noch kein Bauantrag gestellt.

Müller sagt: "Die Stadt hat jetzt einen Planer beauftragt, den Entwurf für eine Änderung des Bebauungsplans zu erstellen." Die Ratsfraktionsvorsitzenden wurden über die Situation informiert. "Wir sind jetzt auf das Votum der Politik angewiesen." Der geänderte Plan soll schnell durch die Gremien laufen. Auf einer vorverlegten Sitzung des Rats am 18. August soll der sogenannte Aufstellungsbeschluss gefasst werden.

Dass dieser Aufstellungsbeschluss vom Pattenser Rat beschlossen wird, ist eine Bedingung der Region, teilt Regionssprecher Klaus Abelmann mit. Die andere ist, dass die Bauherren, die noch keine Baugenehmigung haben, schriftlich erklären, "dass sie die künftigen Bestimmungen des geänderten Bebauungsplans anerkennen". Nach einem Aufstellungsbeschluss dauert es normaler Weise noch ein halbes bis dreiviertel Jahr, bis ein B-Plan rechtskräftig ist. Wenn beides, Beschluss und Erklärung der Bauherren, vorliegt, werde die Region aber wieder Baugenehmigungen erteilten, versichert Müller.

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