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Traditionsreiches Fest mit Improvisationen

Pattensen Traditionsreiches Fest mit Improvisationen

Bei einem der traditonsreichsten Feste in der Stadt Pattensen hat es dieses Jahr gleich mehrere Neuerungen gegeben. Bei den Ausmärschen mussten wegen der Bauarbeiten in der Altstadt andere Routen genommen werden und nach mehr als 20 Jahren wurde mit René Ahrend ein neuer Festwirt engagiert.

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Die Mitglieder der Jägercorps eröffnen am Samstag den ersten von drei Ausmärschen beim Schützenfest in Pattensen auf dem noch nicht ganz fertig saniertem Marktplatz.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen-Mitte. Hans-Jürgen Hellwig, Oberst des Uniformierten Jägercorps Pattensen, nimmt es mit Humor. "Vor einem Jahr habe ich genau an dieser Stelle gesagt, dass wir das Schützenfest 2016 auf einem fertig sanierten Marktplatz beginnen können. Doch fertig sieht anders aus", sagt er am Sonnabend zur Begrüßung der Schützen und der zahlreichen Gäste zu Beginn des ersten von drei großen Ausmärschen des diesjährigen Schützenfestes. Der größte Teil des Platzes ist zwar fertig, doch Bauzäune sind sowohl nördlich wie auch südlich der Marktplatzes noch aufgebaut. 

Hellwig geht in seiner Rede auch darauf ein, dass die Unesco das Schützenwesen im vergangenen Jahr als immaterielles Kulturgut anerkannt hat. "Das Schützenwesen ist vielerorts ein wichtiger, historisch gewachsener und lebendiger Teil der regionalen Identität" heißt es in der Begründung. Hellwig sagte, dass die Tradition auch für das 1851 gegründete Pattenser Jägercorps wichtig sei. Das bedeute aber nicht, dass der Verein sich starr an alle Regeln halte, die vor mehr als 100 Jahren geschrieben wurde. Die Schützen bleiben vielmehr offen und nehmen die Herausforderungen der neuen Zeit an, so Hellwig.

Änderungen gibt es in diesem Jahr gleich mehrere: Unter anderem müssen die Schützen bei allen drei Ausmärschen ihre gewohnten Routen ändern. Da im Norden des Marktplatzes noch gebaut wird, müssen die Ausmärsche erstmals in südlicher Richtung starten. Selbst dort müssen die Schützen wie auch die Mitglieder der Musikzüge zunächst einen Bauzaun passieren. Doch die gute Laune bleibt erhalten. 

Eine weitere Änderung, die für die Organisatoren auch mehr Arbeit in der Vorbereitung des Festes bedeutete, ist das Engagement eines neuen Festwirts. Nach mehr als 20 Jahren steht Wolfgang Mildner aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger ist René Ahrend. "Er hat alles gut gemacht. Doch natürlich ist er mit unseren speziellen Abläufen noch nicht vertraut", sagt der Ratsdeputierte Axel Bertram. Der Schützendeputierte Thomas Reddeck ergänzt: "Bei Mildner mussten wir uns nicht großartig darum kümmern. Doch dieses Mal sind wir seit einer Woche täglich auf dem Festplatz an der Schützenallee, um alles in Gang zu bringen."

Ahrend hat auch ein neues Festzelt mitgebracht. Es entspricht in der Größe allerdings nahezu dem alten. "Bauarbeiten in Pattensen, ein neuer Festwirt - wir sind dieses Jahr auf Improvisationen eingestellt", sagt Bertram. Doch das Schützenwesen könne nicht auf eine so traditionsreiche Geschichte zurückblicken, wenn es nicht auch mit der Zeit gehen würde, sagen die beiden Deputierten. Bertram weist darauf hin, dass das Jägercorps rund 400 Mitglieder habe und auch noch jedes Jahr Neuzugänge verbuchen kann. "Darauf sind wir stolz", sagt er. 

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