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Schumann: Seniorenbetreuung soll weiterlaufen

Pattensen Schumann: Seniorenbetreuung soll weiterlaufen

Das Projekt "Miteinander in Pattensen" zur Unterstützung von Senioren im Alltag soll fortgesetzt werden. Das fordert Bürgermeisterin Ramona Schumann. Gemeinsam mit allen Beteiligten zog sie am Dienstag bei einer Tagung im Ratskeller ein positives Fazit. Die Entscheidung muss allerdings der Rat fällen.

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Ziehen ein positives Fazit: Simone Junggebauer (von links), Erwin Jordan, Ramona Schumann und Barbara Hoffmann.

Quelle: Tobias Lehmann

Pattensen. Pattensens Seniorenbeauftragte Heidi Friedrichs war eine der ersten, die sich vor etwa zwei Jahren freiwillig für das Projekt "Miteinander in Pattensen" meldete. Die Region Hannover suchte damals Ehrenamtliche, die Senioren im Alltag helfen. Gemeinsam mit sieben weiteren Pattensern betreute Friedrichs dann zwei Jahren lang Senioren, die Unterstützung brauchen oder auch einfach mal ein Gespräch, um nicht zu vereinsamen. "Regelmäßig besuche ich eine mehr als 90-jährige Seniorin, die fast blind ist und das Haus nicht mehr verlässt. Wir freuen uns immer beide, wenn wir uns sehen ", sagte Friedrichs.

Das Projekt "Miteinander in Pattensen" war ein von der Region initiierter Pilot, der möglicherweise auch ein Modell für andere Kommunen sein kann. "Das hängt immer von den Leuten und den Strukturen vor Ort ab. In Pattensen gibt es unter anderem durch den Einsatz des Vereins Mobile bereits eins sehr aktive Engagementkultur", sagte Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region. Das Projekt läuft Ende des Jahres aus. Die Region hatte gemeinsam mit der Stadt in der öffentlichen Veranstaltung am Dienstag vor zahlreichen Besuchern ein Fazit gezogen. Das Projekt wurde vom Bundesfamilienministerium für Familien und Senioren gefördert. Dessen Vertreterin Barbara Hoffmann bestätigte Jordans Eindruck: "In Pattensen gibt es ein sehr hohes freiwilliges Potenzial."

Das Besondere des Projektes war, dass die Ehrenamtlichen fachlich begleitet wurden. Unter Leitung von Simone Junggebauer vom Pflegestützpunkt Calenberger Land gab es Supervisionen sowie Schulungen in den Räumen des Mehrgenerationenhauses des Vereins Mobile. "Dieses Projekt soll ein kleiner Baustein für Kommunen sein, um das Leben für Senioren angenehmer zu gestalten", sagte Junggebauer.

Bürgermeisterin Ramona Schumann fordert, dass das Projekt weiterläuft. "Darüber muss der Rat entscheiden. Wir bereiten gerade die entsprechende Vorlage vor", sagte sie. Geplant sei, eine Honorarkraft einzustellen, die die ehrenamtliche Arbeit koordiniert. Zusätzlich müssten Kosten für Schulungsräume übernommen werden. Verwaltungsmitarbeiterin Elisabeth Ilse weist darauf hin, dass in Pattensen 4514 Senioren wohnen, die älter als 60 Jahre sind. Das sind knapp 30 Prozent der Einwohner. "Etwa 25 Prozent davon wohnen allein. Je besser die Versorgungsstruktur in der Stadt ist, desto länger können die Senioren in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben."

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