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Die Fahrradwerkstatt muss umziehen

Pattensen-Mitte Die Fahrradwerkstatt muss umziehen

Das Team der Fahrradwerkstatt in Pattensen muss umziehen. Die Stadt will das Grundstück an der Talstraße 5 verkaufen. Die vor einem Jahr gegründete Institution zieht eine positive Bilanz ihrer bisherigen Arbeit.

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Das Team der Fahrrad-Werkstatt (von links): Renate Ohlendorf, Ralf Schmalkuche, Wilfried Grossmann, Mohammad Al Aswad, Anja Lampe, Ali Bassaleh, Monika Schmalkuche, Marwan Ajil Ali und Andrea Eibs-Lüpcke sowie (kniend) Sijad Akbari.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen-Mitte. "Seit Beginn unserer Arbeit sitzen wir sozusagen auf einem Pulverfass", sagt Andrea Eibs-Lüpcke, ehrenamtliches Mitglied des Teams der Fahrrad-Werkstatt. Von Beginn an stand fest, dass die Werkstatt nicht auf Dauer ihre Dienste auf dem Grundstück an der Talstraße 5 anbieten kann. Als die Stadt das Grundstück 2013 kaufte, war dort ursprünglich der Neubau des Rathauses geplant. Dieses wird jetzt im Scheunenviertel errichtet und das Grundstück an der Talstraße soll wieder verkauft werden.

"Bisher hat die Stadt noch keinen Käufer gefunden. Doch wir rechnen täglich mit dem Anruf, dass wir den Ort bald verlassen müssen", sagt Eibs-Lüpcke. Gesucht wird ein Raum, der rund 25 Quadratmeter groß ist und ein Dach haben sollte. Zudem sollte er kostenfrei sein, da die Fahrradwerkstatt keinen eigenen Etat hat. Wer einen Raum anzubieten hat, kann sich gern unter der E-Mail-Adresse fahrradwerkstatt@pattensen.fluechtlingshelfernetzwerk.de melden. 

Nach der Sommerpause ist die Fahrradwerkstatt des Flüchtlingshelfer-Netzwerkes in der Talstraße 5 wieder eröffnet: Jeden Freitag zwischen 15 und 17 Uhr werden dort alte Räder entgegen genommen, die zu Hause nicht mehr benötigt werden. „In Absprache ist auch eine Abholung durch uns möglich“, lädt Andrea Eibs-Lüpcke zum Spenden und Helfen für Flüchtlinge im Stadtgebiet ein. Gesucht werden Fahrräder jeder Größe sowie Roller und Helme, Kindersitze, Fahrradanhänger und sonstiges Zubehör.

„Seit wir im September 2015 mit der Fahrradwerkstatt angefangen haben, konnten wir bereits 315 Räder weiter vermitteln“, sagt Renate Ohlendorf, die ebenfalls zum Team gehört. Räder mit Platten oder anderen kleinen Mängeln werden vom zwölfköpfigen Team in der Fahrradwerkstatt repariert. Dazu gehören fünf Flüchtlinge - mit dem zwölfjährigen Iraner Mani, dem 13-jährigen Afghanen Sijad und dem 18-jährigen Syrer Mohammad darunter auch drei Jugendliche. „Ich schraube gern und übersetze“, begründet Mohammad, der bereits seit einem Jahr in Pattensen lebt. „Mir macht das auch Spaß und ich bin glücklich hier über die Gesellschaft“, ergänzt der junge Sijad.

Von Torsten Lippelt

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