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Rudi Tegtmeier ist Hüter der Fotoschätze

Hüpede Rudi Tegtmeier ist Hüter der Fotoschätze

Es ist eine Sammelleidenschaft, die nicht nur im stillen Kämmerlein ausgelebt wird, sondern auch vielen anderen Menschen Freude bereitet: Der 86-jährige Rudi Tegtmeier aus Hüpede sammelt Fotos von Hüpede, Oerie, Schulenburg, Hannover und Berlin. Und veröffentlicht sie in Büchern und Broschüren.

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Das ehemalige Pfarrhaus in Hüpede, das heute in privates Wohnhaus ist, hat sich äußerlich kaum verändert.

Quelle: Kim Gallop

Hüpede. Vor kurzem hat Tegtmeier wieder einen kostenfreien Vortrag gehalten mit dem Titel "Hüpede in alten Bildern". In der Gaststätte Bortfeld/Ihsen in Hüpede hat er auf Dias aufgenommene alte Fotografien gezeigt. Von dem ehemaligen Pfarrhaus in Hüpede wie es vor mehr als 100 Jahren aussah. Oder eine Fotografie von 1910, die die Gaststätte an der Bennigser Straße zeigt, die über mehrere Generationen von der Familie Schwolow geführt wurde. Auch heute noch ist dort eine Gaststätte, zuletzt für indische Küche, doch das schmucke alte Fachwerkhaus ist schon vor vielen Jahren einem Neubau gewichen. "Da kommen bei vielen alten Menschen Erinnerungen hoch", sagt Tegtmeier, der sich immer freut, wenn sein Publikum sich von seinen Bildern zum Erzählen angeregt fühlt.

Tegtmeiers Interesse für historische, aber auch für moderne Fotografien, hat in seiner Jugend begonnen. Er, der seit 33 Jahren in Hüpede lebt, ist in Hannover-Ricklingen aufgewachsen. Mit 14 Jahren, im Jahr 1944, begann er in der Druckerei Petersen eine Druckerlehre. Dort wurden unter anderem Broschüren mit hochwertigen Fotos von Hannover gedruckt - von dem Hannover, wie es vor der Bombadierung im Zweiten Weltkrieg ausgesehen hatte.

Das waren Bilder, die der junge Rudi auch vor seinem inneren Auge hatte und hat. Er habe als Junge Briefmaken gesammelt, berichtet er. "Und ich war mit sechs, sieben anderen Jungs ganz oft in der Bäckerstraße in einem Briefmarkengeschäft. Da sind wir von Ricklingen aus durch die ganz heile Altstadt hin gegangen." Und dann musste er die Zerstörung Hannovers erleben.

Früh hat er angefangen zu fotografieren, so sind Gebäude in seiner Sammlung, die in den Nachkriegsjahren in Hannover abgerissen wurden. Dazu kommt eine Serie von Fotos aus dem Berlin der 1960-er Jahre, wo der älteste Sohn des zweifachen Vaters und zweifachen Großvaters lebte. Ehrensache, dass sich Tegtmeier nach seinem Umzug auch für sein neues Umfeld Hüpede interessierte. So hat er alte Fotografien aus Hüpede gesammelt, aus Oerie und auch aus Schulenburg. Außerdem hat er selbst fotografiert, so stammen die Bilder auf dem Ortsplan von Hüpede vom ihm.

Gemeinsam mit Heinrich Schwerdtfeger aus Hüpede hat Tegtmeier mehrere Fotobücher über den Ort gemacht. Auf Ausstellungen des Heimatbundes Pattensen hat er Bilder von Pattensen-Mitte gezeigt, außerdem Postkarten mit Hüpeder und Oerier Ansichten produziert oder einen Bildband über die St. Lucas-Kirche. Und wenn Vereine zwischen Hüpede und Bennigsen ein Jubiläum feierten und Bilder für ihre Chronik brauchten, war Tegtmeier gerne behilflich. Bei der Gestaltung von Buch oder Broschüre kamen ihm seine beruflichen Erfahrungen als Drucker sehr zu Gute.

Inzwischen hat er seine Sammlung etwas reduziert, manches Bilderkonvolut hat er auch schon zu treuen Händen abgegeben. Was Tegtmeier noch mit Leidenschaft weiter betreibt, ist die Ahnenforschung. Als er mit seiner Frau von Hannover nach Hüpede zog, ging er quasi zurück zu seinen Wurzeln. "Tegtmeier ist ein alter Name im Calenberger Land, mein Vater ist in Hiddestorf geboren." Im vergangenen Jahr hat er sich seinen ersten Computer gekauft. Der Hobbyhistoriker ist fasziniert von den Möglichkeiten, die sich in Netz für die Ahnenforschung bieten. Der 86-jährige Rudi Tegtmeier wendet seinen Blick gerne in die Vergangenheit, aber er bedient sich dabei modernster Methoden.

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Fotostrecke Pattensen: Rudi Tegtmeier ist Hüter der Fotoschätze

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