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Windkraft: Anwohner wehren sich weiter gegen Ausbau

Schulenburg / Hiddestorf / Ohlendorf Windkraft: Anwohner wehren sich weiter gegen Ausbau

Der Ausbau von Windparks bei Schulenburg und Hiddestorf-Ohlendorf wird von Anwohnern abgelehnt. Bürgerinitiativen (BI) sind enttäuscht vom Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP), den die Region nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens jetzt vorgelegt hat.

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Viel Gegenwind: Anlieger wehren sich gegen eine Ausweitung der Windparks in ihrem Umfeld.

Quelle: Torsten Lippelt

Schulenburg / Hiddestorf / Ohlendorf. Die sogenannten Vorranggebiete für den Ausbau von Windparks wurden nicht verändert, obwohl es gegen die Pläne viel Protest gegeben hat. Die politischen Beratungen beginnen in der kommenden Woche, die Regionsversammlung soll das RROP am 27. September beschließen.

Die BI für "verträgliche Windkraft Schulenburg-Leine" hat einen Brief an alle Regionsabgeordneten formuliert, der in der kommenden Woche abgeschickt werden soll. Darin werden die Politiker aufgefordert, gegen die Teile des RROP zu stimmen, die die Windenergie betreffen. Sie werden weiterhin aufgefordert, sich für die sogenannte 10H-Regelung einzusetzen.

Diese Regelung betrifft den Abstand von Windrädern zur Bebauung. Nach der 10H-Regelung müsste der Abstand zur Bebauung mindestens das 10-fache der Anlagenhöhe betragen. Bundesweit gesetzlich vorgeschrieben ist nach Auskunft von Regionssprecher Klaus Abelmann ein Abstand von 400 Meter, die Region schreibt mindestens 800 Meter vor.

Die Bürgerinitiative Hiddestorf-Ohlendorf (BI HiO) kritisiert, dass die Region nicht auf einen Energiemix setze und keine Flächen für die Installation von Photovoltaikanlagen ausweise. Außerdem fehlt laut BI die Förderung anderer Energieträger und für das Gebiet Hemmingen-Pattensen-Springe 01 fehlt der abschließende Naturschutzuntersuchungsbericht.

Regionssprecher Abelmann erklärte, dass die Region den Privateigentümern von Gebäuden nicht vorschreiben könne, ob sie auf ihre Dächer Solaranlagen bauen. Andere Energieträger seien in den vergangenen Jahren durchaus gefördert worden - "durch die Klimaschutzagentur, Förderprogramme und jede Menge Infokampagnen". Die Bewertung des Naturschutzes im Zusammenhang mit der Errichtung von Windenergieanlagen sei erst Teil des Genehmigungsverfahrens, wenn ein Bauantrag vorliege.

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