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Ortsrat will keine weiteren Windräder

Pattensen Ortsrat will keine weiteren Windräder

Der Ortsrat Schulenburg spricht sich deutlich gegen weitere Windräder in der Nähe der Ortschaft aus. Ortsbürgermeister Joachim Schneider und die CDU-Fraktion kritisieren den zu geringen Abstand zur Wohnbebauung sowie die Nachteile für Natur-, Arten- und Denkmalschutz.

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Der Ortsrat Schulenburg will verhindern, dass die Windparks in der Nähe des Dorfs erweitert werden.

Quelle: Sigrd Krings (Archiv)

Schulenburg. Der Ortsrat musste in seiner Sitzung am Montagabend zur Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) durch die Region Stellung nehmen. Im RROP ist der Windpark Pattensen-Springe bei Schulenburg als Vorrangfläche für die Ausweitung der Windenergienutzung vorgesehen. Die Ortschaft Schulenburg sei durch die vielen Windräder sowie durch die beiden Hochspannungsleitungen, die Bundesstraße 3, zwei Biogasanlagen und zwei Putenmastställe bereits stark belastet, führte Schneider aus. Ein Teil dieser Anlagen steht auf dem Gebiet des Landkreises Hildesheim, aber in direkter Nachbarschaft zum Ort. "Und dann kommt eventuell noch Südlink", sagte Schneider. Außerdem werde der Blick auf Schloss Marienburg durch die Windräder beeinträchtigt. Er habe darüber bereits ein Gespräch mit Erbprinz Ernst August von Hannover geführt.

Die CDU-Fraktion im Ortsrat teilt weitgehend die Ansichten von Schneider.  "Wir beantragen die Streichung des Vorranggebiets Windenergienutzung Pattensen-Springe", sagte Christian Möller im Namen der Fraktion. Er wies zudem auf die Nachteile für den Artenschutz hin, etwa bei dem Schutz des Rotmilans und anderer seltener Vogelarten. Bürgermeisterin Ramona Schumann sagte zu, die Bedenken des Ortsrats aufzunehmen. Sie gab aber auch zu bedenken, dass die Energiewende eine Chance sein könnte. Einige Dörfer hätten sich über eine Genossenschaft am Bau von Windrädern beteiligt, sagte sie, "um dem Dorf direkt etwas zurück zu geben".

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