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Pattenser betreibt einen Food-Blog

Pattensen-Mitte Pattenser betreibt einen Food-Blog

Von der Nutella-Pizza bis zum Pattenser Prengel: Der 39-jährige Ingo Pieper betreibt seit Beginn des Jahres einen Food-Blog im Internet, auf dem er regelmäßig mit ansprechenden Fotos in unterhaltsamer Weise über Gerichte schreibt, die er selbst zubereitet.

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Ingo Pieper kocht gerne und schreibt auch darüber.

Quelle: privat

Pattensen-Mitte. Ingo Pieper drückt es bescheiden aus: „Ich probiere einfach gerne aus. Viele Sachen stellen sich dann als einfacher heraus, als man zunächst gedacht hat“, sagt der 39-Jährige. Dazu zählt für Pieper auch das Führen eines sogenannten Food-Blogs im Internet. Doch um den Blog auf der Seite grillkueche-pattensen.de zu betreiben, bedarf es vieler Talente wie Kochen, Fotografieren oder auch unterhaltsam zu schreiben. 

Dabei geht es nicht nur, wie der Name vermuten lässt, um gegrillte Gerichte, sondern zum Beispiel auch um Zubereitung von Nutella-Pizza oder bayerischem Leberkäse. Auch über vegetarische Gerichte berichtet der in Hannover arbeitende Versicherungskaufmann, wenn auch gerne mit ironischem Unterton. „Holt einen Exorzisten – da liegen Blumen auf dem Grill“, lautet eine Überschrift zu einem seiner Beiträge. Allerdings räumt er dann ein: „Ja, Blumen schmecken.“ Mit Blumen meint er in diesem Fall Gemüse. „Jeder soll das essen, was er mag. Doch ein wenig Ironie gönne ich mir in diesem Fall“, sagt Pieper.

Er verwendet nicht nur viel Zeit für die Zubereitung und das Fotografieren der Gerichte, sondern auch für die Berichterstattung darüber. Vor Mathematik schreckt er nicht zurück. So beschreibt der Pattenser zum Beispiel wie für das Backen einer Pizza mit Hilfe des Dreisatzes die optimale Menge Teig für das jeweilige Blech berechnet werden kann.

Die Liebe zu Fleischgerichten wurde Pieper sozusagen in die Wiege gelegt. Er ist der Urgroßneffe des Fleischermeisters Fritz Ahrberg, der 1911 unter seinem Namen eine Wurstfabrik in Hannover gründete. Das Unternehmen betrieb mehrere Filialen in Niedersachsen.

Pieper sagt, dass er das Rad beim Kochen und Grillen nicht neu erfinde. Doch er liebe es, bereits bekannte Gerichte durch die eine oder andere Zutat noch zu verfeinern. Eine eigene Kreation gibt allerdings doch: den Pattenser Prengel. Dabei handelt es sich um eine Bratwurst in verschiedenen Geschmacksrichtungen. „Für rund 100 Würstchen stehe ich dann auch mal einen ganzen Tag in der Küche“, sagt der Pattenser, der zusammen mit seiner Ehefrau und seiner Tochter im Neubaugebiet Mitte-Nord wohnt. Pieper stellt die Wurst exklusiv für seine Familie und Freunde her. Kommerzielle Interessen verfolgt er nicht.

Auch die Anregung aus dem Freundeskreis, doch einmal an der Fernsehsendung „Das perfekte Dinner“ teilzunehmen, will Pieper nicht aufgreifen. „Ich freue mich, wenn mein Blog gelesen wird. Doch in das Fernsehen will ich damit nicht“, sagt er. Kommentare im Internet zu seinen Gerichten sind jedoch ausdrücklich erwünscht. Pieper ist über seine Internetseite und über sein Facebook-Konto grillkuechepattensen zu erreichen.

Eine Auswahl seiner Rezepte:

Bacon-Jam

Zutaten: 900 g Frühstücksspeck, 2 große Gemüsezwiebeln, 200 g Schalotten, 3–4 Knoblauchzehen, 1 TL Paprikapulver, ½ TL schwarzer Pfeffer, 2 EL asiatische Chilisoße (z. B. Sriracha), 130 g brauner Zucker, 130 ml Ahornsirup, 130 ml Whisky, 60 ml Balsamico-Essig.

Zubereitung: Alle Zutaten werden mit einem scharfen Messer zerkleinert. Der Speck wird in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze eine halbe Stunde lang ausgelassen, bis kleine Blasen aufsteigen. Er darf dabei nicht anbrennen. Das Fett wird dann abgegossen und aufgefangen. Jetzt werden in einem Teil des Fettes die Zwiebeln angeschwitzt, bis sie glasig sind. Paprikapulver, Pfeffer und Chilisoße werden untergehoben. Sind die Gewürze vermengt, werden der Whisky und der Ahornsirup hinzugegeben und mit aufgekocht. Dann werden noch der Balsamico und der braune Zucker in die Pfanne gegeben. Beginnt sich die Masse leicht zu verdicken, wird alles kurz püriert. Nun wird der ausgelassene Speck zurück in die Pfanne gegeben und untergehoben. Die noch heiße Masse wird in Schraubgläser gefüllt oder in kleinen Weck-Gläsern eingekocht. Die Bacon-Jam ist eine ganze Weile haltbar und passt hervorragend zu Burgern, aber auch zu anderen Fleischgerichten.

 
Grillgemüse

Zutaten: Karotten, Hokkaidokürbis, Zucchini, Kartoffeln, Olivenöl, Gartenkräuter – alles nach Belieben.
Zubereitung: Die meisten Gemüsesorten werden vorgekocht, sodass sie nicht komplett auf dem Grill gegart werden müssen, trotzdem aber noch einen angenehmen Biss haben. Gemüse wie Kürbis und Zucchini oder Auberginen werden nur in Scheiben oder Streifen geschnitten und können roh auf dem Grill gegart werden. Das Gemüse wird vor dem Grillen noch etwas mariniert. Hier ist vieles erlaubt – zum Beispiel eine Marinade aus Olivenöl, etwas Meersalz und Gartenkräutern. Wenn keine frischen Kräuter zur Verfügung stehen, können ebenso gut auch getrocknete oder gefrorene Kräuter verwendet werden. Auf der Grillplatte, dem Grillrost oder in der Pfanne bekommt das Gemüse die entscheidenden Röst-aromen. Es eignet sich als Beilage zu Gegrilltem, aber auch als eigene Mahlzeit.

 
Nutella-Pizza

Zutaten pro Pizza: Nutella oder eine andere Nuß-Nougat-Creme, ein paar Streifen Frühstücksspeck, Weichkäse, 150 Gramm Weizenmehl (Typ 405), 90 ml kaltes Wasser, 4 Gramm Hefe im Klotz, 4 Gramm Salz, ein paar Spritzer Olivenöl.

Zubereitung: Für den Teig werden Mehl, Wasser, Hefe, Salz und einige Spritzer Olivenöl mit einem Mixer oder einer Küchenmaschine miteinander verknetet, bis sich ein glatter Teig ergibt. Die Masse wird mit einem feuchten Küchenhandtuch abgedeckt und für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt. Nach der Ruhezeit wird der Teig mit etwas Mehl auf der Arbeitsplatte noch einmal durchgeknetet und ausgerollt. Auf einem Blech wird er dann im Backofen oder auf dem Pizzastein im Grill gebacken – noch ohne den Belag. Ist der Teig aufgegangen und hat eine schöne Farbe angenommen, wird er aus dem Ofen genommen und dünn mit Nutella bestrichen. Darauf werden der bereits vorgebratene Frühstücksspeck und der in kleine Stücke zerteilte Weichkäse verteilt. Damit der Käse etwas zerlaufen kann, wird die Pizza noch einmal kurz in den Ofen geschoben. Das Gericht gehört zur Kategorie der süß-herzhaften Nachspeisen.

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