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Streit um Direktorenstelle entzweit den Rat

Pattensen-Mitte Streit um Direktorenstelle entzweit den Rat

Die Wiederbesetzung der Schulleiterstelle der KGS Pattensen hat den Rat der Stadt entzweit. Die CDU wirft den anderen Fraktionen vor, Direktor Andreas Lust-Rodehorst "beschädigt" zu haben. Dies weisen die anderen Parteien zurück. Inzwischen ist klar: Lust-Rodehorst bleibt Leiter der KGS Pattensen.

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Auch die Suche nach einem neuen Namen für die Ernst-Reuter-Schule hat für Irritiation beim Rat der Stadt Pattensen gesorgt.xc

Quelle: Kim Gallop

Pattensen-Mitte. Die Besetzung der Schulleiterstelle war auf 7 Jahre befristet und ist zum 31. Januar 2017 ausgelaufen. Die Stelle war im Oktober 2016 in den Amtsblättern ausgeschrieben. Andreas Lust-Rodehorst, der seit dem 1. Februar 2010 Gesamtschuldirektor ist, war der einzige Bewerber. Für die Besetzung der Stelle muss, wie es heißt, das Benehmen zwischen Landeschulbehörde, dem Schulträger (der Stadt) und der Schule hergestellt werden.

Die Drucksache wurde am 6. Februar im Schulausschuss behandelt. Die SPD beantragte - was recht ungewöhnlich ist - geheime Abstimmung. Dabei wurde die Bewerbung von Lust-Rodehorst mit fünf Ja- und sieben Nein-Stimmen abgelehnt. Am 14. Februar sollte der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss das letzte Wort haben, doch das Thema wurde vertagt, weil einige Parteien vor ihrer Entscheidung Gespräche mit dem Schulleiter führen wollten. Elternvertreter und Schülervertretung äußerten sich entsetzt über die Abstimmung im Schulausschuss und schrieben an die Politik,

Über die Ablehnung im Schulausschuss sagte Lust-Rodehorst auf Anfrage: "Das war für mich ein ganz bitterer Moment. Das hat mich auch verletzt." Wenn Ratsmitglieder Fragen an ihn gehabt hätten, hätten die jederzeit oder auch im Schulausschuss gestellt werden können - schließlich sei er bei der Sitzung anwesend gewesen.

Diese vertraulichen Gespräche wurden inzwischen geführt und offenbar sind alle offenen Fragen geklärt. Im Verwaltungsausschuss am 23. Februar wurde die Wiederbesetzung der Stelle mit Lust-Rodehorst einstimmig beschlossen. Von der Stadtverwaltung kam nun eine mit SPD, den Unabhängigen von UWG und UWJ, den Grünen und den Freien Wählern abgestimmte Pressemitteilung, mit der die genannten Ratsfraktionen "Herrn Lust-Rodehorst und seinem Team bei der Arbeit viel Erfolg" wünschen.

Die CDU hat darauf mit einer eigenen Pressemitteilung geantwortet. Sie kritisiert, dass SPD, Grüne, Unabhängige und Freie Wähler im Schulausschuss gegen Lust-Rodehorst gestimmt hätten. Die fünf Ja-Stimmen der - geheimen - Abstimmung, so rechnet die CDU vor, seien von CDU und der Elternvertreterin gekommen. "Die Fraktionen haben mit ihrem Vorgehen das Amt des KGS-Direktors beschädigt und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Politik erschwert", sagt CDU-Fraktionsvorsitzener Horst Bötger.

"Was die CDU sagt, entspricht nicht der Wahrheit", sagt Sandra Stets, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie dürfe öffentlich machen, dass der Grünen-Vertreter im Schulausschuss für Lust-Rodehorst gestimmt habe. Stets kritisierte die Aussagen der CDU als "sehr kontraproduktiv". "Wir vn den Grünen unterstützen Herrn Lust-Rodehorst und die KGS wo immer wir können."

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Andreas Lust-Rodehorst (von links) und Ulrich Ziehn hatten das neue Leitbild der Schule vor gestellt.

sd

Quelle: Tobias Lehmann
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