Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Verband kritisiert Beiträge für Straßenbau

Pattensen Verband kritisiert Beiträge für Straßenbau

Der Verband Wohneigentum in Pattensen findet die Regelung zur Finanzierung des Straßenbaus ungerecht - und will den anstehenden Wahlkampf nutzen, um auf sein Anliegen aufmerksam zu machen. Die Finanzierung würde direkte Anlieger entlasten - aber über eine höhere Grundsteuer alle zur Kasse bitten.

Voriger Artikel
MSC-Clubheim ist abgebrannt
Nächster Artikel
Schulenburg putzt sich raus

Achtung, Straßenschäden! Doch wer bezahlt die Sanierung? Die Marienstraße in Pattensen.

Quelle: Isabell Rollenhagen

Pattensen. Wenn in der Stadt oder den Ortsteilen Straßen saniert oder ausgebaut werden, müssen sich die anliegenden Grundstückseigentümer an den Kosten beteiligen. Bei sogenannten Anliegerstraßen zahlen die Anlieger bis zu 75 Prozent selbst. Nicht selten müssen sie dann Beträge im vier- oder fünfstelligen Bereich zahlen. Das findet der Verband Wohneigentum Pattensen, der aus dem Deutschen Siedlerbund hervorgegangen ist und sich für die Interessen von Haus- und Wohnungseigentümern einsetzt, nicht gerecht. "Straßen gehören zur Infrastruktur und werden von allen Bürgern genutzt, sie sind Allgemeingut", sagt der Vorsitzende Karl-Heinz Schieweg. "Für Schulen, Krankenhäuser und das Rathaus müssen Eltern, Kranke und Rathausmitarbeiter ja auch nicht extra zahlen."

Damit Bewegung in die Diskussion kommt, erwartet der Verband, der in Pattensen 115 Mitglieder hat, dass sich die Parteien noch vor der Kommunalwahl im September zu dem Thema positionieren. "Die Parteien können sich einer solch kontroversen Diskussion nicht entziehen", sagt die stellvertretende Vorsitzende Sabine Bormann. Deshalb habe man alle im Rat vertretenen Parteien angeschrieben. "Sie sollen in den Gremien überlegen, was sie dazu zu sagen haben. Denn wenn es jetzt nicht geschieht, passiert in den nächsten vier Jahren bis zur nächsten Wahl gar nichts", vermutet sie. Rein rechtlich müsse die Stadt keine Straßenausbaugebühren erheben. "Niedersächsische Gemeinden können, wenn sie wollen, darauf verzichten", sagt Schieweg

Der gemeinnützige Verein will Pattensens Bürger in den Diskussion einbeziehen und informieren. Deshalb bereiten Schieweg und seine Mitstreiter eine Unterschriftenaktion vor - auch, um den Druck auf die Politik vor der Wahl zu erhöhen. Am 10. April will die Gruppe im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags in Pattensen den Verein vorstellen.

Verband fordert Erhöhung der Grundsteuer

Um die Sanierung von Straßen in Pattensen zu finanzieren, schlägt der Verband Wohneigentum vor, das nötige Geld über eine Anhebung der Grundsteuer zu gewinnen. "Das ist der einfachste und gerechteste Weg. Und die Grundsteuer können Eigentümer auch auf die Miete umlegen, wenn sie Wohnungen vermieten", sagt Bormann. Die Mieter würden die Straßen ja schließlich - wie alle anderen Bürger - auch benutzen. Im vergangenen Jahr hat die Stadt Pattensen laut Haushaltsplan rund 2,4 Millionen Euro eingenommen.

doc6ownnh2i2v6prgl6d4e

Der Verband Wohneigentum Pattensen: Karl-Heinz Schieweg (Vorsitzender, von links), Sabine Borrmann (stellvertretende Vorsitzende) und Horst-Peter Borrmann (Schriftführer).

Quelle: Isabell Rollenhagen

Von Isabell Rollenhagen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Pattensen
doc6spaekfnpieirkibk63
Literarische Weihnachtsbescherung im Stall

Fotostrecke Pattensen: Literarische Weihnachtsbescherung im Stall