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Kleiderkammer: Bedarf so groß wie vor 25 Jahren

Pattensen-Mitte Kleiderkammer: Bedarf so groß wie vor 25 Jahren

Nach einem runden Geburtstag wurde aus der Idee Wirklichkeit: Pattensen braucht eine Kleiderkammer. Das ist jetzt 25 Jahre her. Wie alles begann, daran wurde am Sonnabend in der Jahresversammlung der Arbeiterwohlfahrt in der AWO-Altenbegegnungsstätte erinnert.

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Die AWO-Vorsitzende Elke Kooß (Mitte) sortiert mit den ehrenamtlichen Helferinnen Khaoula Mahmoud (links) und Rajaa Hasan in der Kleiderkammer.

Quelle: Torsten Lippelt

Pattensen-Mitte. Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren - am 12. März 1992 – feierte das Pattenser AWO-Mitglied Gerda Flammiger ihren 70. Geburtstag. Auch Elke Kooß war damals unter den Gratulanten und kam mit Flammiger über deren seit längerem bestehende Idee einer Kleiderkammer für Pattensen ins Gespräch. „Im Frühjahr 1992 hatten wir Flüchtlinge aus dem Kosovo-Krieg an mehreren Orten in Pattensen. Da war Bedarf an Bekleidung und mehr“, blickte die AWO-Ortsverbandsvorsitzende Elke Kooß jetzt in der Hauptversammlung zurück.

Als idealer Ort erschien den beiden Aktiven damals die Altenbegegnungsstätte der AWO an der Hofstraße 8. Seitdem erfreut sich die Kleiderkammer großen Zuspruchs. Dort gibt es Kinder- und Erwachsenenbekleidung, Spielzeug und Haushaltsartikel wie Geschirr und Kochtöpfe. 14 Ehrenamtliche zwischen 30 und 76 Jahren, nicht nur AWO-Mitglieder, sortieren die Kleidung und Gegenstände, räumen sie in Regale, geben die Sachen heraus und stehen Bedürftigen auch als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. „Die Kleiderkammer ist für viele auch ein Ort, an dem sie andere treffen, Fragen stellen oder einfach nur reden können“, erläuterte Kooß.

Zu den Gästen der Jahresversammlung gehörten unter anderem Bürgermeisterin Ramona Schumann und die Landtagsabgeordnete Silke Lesemann, die auch Vorsitzende der AWO Region Hannover ist. „Der Bedarf besteht weiterhin", sagte Lesemann. "Ohne Kleiderkammer würde es vielen, darunter auch Flüchtlingen, schlechter gehen. Ein großes Lob an die Damen für dieses langjährig unbezahlte Ehrenamt.“

Bürgermeisterin Schumann dankte im Namen von Rat und Verwaltung. "Wir wissen, was wir an der AWO mit der Seniorenbegegnungsstätte und der Kleiderkammer haben", sagte sie. "Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir diese wichtige Einrichtung  auch finanziell unterstützen. Solche Einrichtungen bringen unserer Stadt so viel, dass sich jeder eingesetzte Euro bezahlt macht."

Kleidung wird dienstags von 9.30 bis 11.30 Uhr angenommen, die Ausgabe ist nur donnerstags zwischen 14.30 und 17.30 Uhr.

Von Torsten Lippelt

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