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Kriminalität in Pattensen ist im Rückgang

Pattensen Kriminalität in Pattensen ist im Rückgang

Die Anzahl der Straftaten ist im Jahr 2015 in Pattenen gesunken und die Aufklärungsquote ist hoch. Diese erfreuliche Bilanz hat am Dienstag das Polizeikommissariats (PK) Springe, das aus für die Polizeistation in Pattensen zuständig ist, vorgestellt.

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Hartmut Retzlaff (links), Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, und Christian Krone, Leiter des Polizeikommissariats Springe, stellen die Zahlen aus dem Jahr 2015 für Pattensen vor.

Quelle: Kim Gallop

Pattensen. Die Kriminalstatistik für das abgelaufene Jahr wurde von Christian Krone, dem Leiter des PK Springe, und Hartmut Retzlaff, dem Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, vorgestellt. Ein Blick auf die Zahlen von 2010 bis 2015 zeigt, das die Gesamtzahl der Straftaten in Springe und Pattensen im vergangenen Jahr mit 1906 am niedrigsten war, in 2013 mit 2176 am höchsten. Wie Retzlaff erläuterte wurden in 2015 insgesamt 1622 Straftaten in den Dienststellen in Springe und Pattensen bearbeitet. Herausgerechnet werden dabei etwa Schwarzfahren, Ladendiebstahl oder Verstoß gegen das Asylverfahrengesetz, weil diese Delikte nicht von der Polizei verfolgt werden. Die Aufklärungsquote für 2015 liegt mit 66,09 Prozent (2014: 64,38 Prozent) über dem Landesdurchschnitt.

Bei den Diebstahlsdelikten ist abermals ein Rückgang zu verzeichnen. In Pattensen wurde nur 16 Einbrüche (2013: 41; 2014: 17) in Wohnhäuser oder Wohnungen gemeldet. Bei der Polizei nehme die Prävention eine zentrale Rolle ein, betonte Retzlaff. Dazu gehöre der Streifendienst, der umgestellt wird, wenn die Polizei einen neuen Diebstahlsschwerpunkt erkennt. Außerdem sollen die Nachbarn sensibilisiert werden. Retzlaff: "Wenn einem etwas komisch vorkommt, bitte anrufen." In Geschäfts-, Büro- oder Lagerräume wurde 12-mal eingebrochen. Die Anzahl der Fahrraddiebstähle ist leicht gestiegen: auf 29.

Die Ermittlungsverfahren bei der Rauschgiftkriminalität haben sich mit 89 bearbeiteten Fällen für Pattensen und Springe nahezu halbiert. Dort gebe es aber ein großes Dunkelfeld. "Der Konsum von Marihuana ist bei Jugendlichen weit verbreitet", sagte Krone, das hätten Befragungen ergeben. Sogenannte harte Drogen wie Heroin oder Kokain spielten aber keine Rolle.

Bei den sogenannte Rohheitsdelikten wie Raub- oder Körperverletzung wurden für Pattensen 53 Fälle (2014: 20) von Körperverletzung und 9 Fälle (2015: 4) von gefährlicher Körperverletzung bearbeitet. "In diesen Bereichen konnten mehr als 92 Prozent aller Taten aufgeklärt werden", sagte Krone. Meist seien die Personalien leicht festzustellen, ergänzte Retzlaff, etwa nach einem Streit in einer Gaststätte oder bei häuslicher Gewalt.

Eine klare Antwort gab Krone gestern auf die Frage, welche Rolle die in Pattensen und in Springe lebenden Flüchtlinge für die Kriminalitätsentwicklung spielen: "Es gibt keine Auffälligkeiten." Das gelte für Straftaten die von, aber auch die gegen Flüchtlinge verübt werden.

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